Salzburger Festspiele

Premierenkritik "Pique Dame": So klar erzählt man große Oper

Ein weiteres Gemeinschaftskunstwerk: Regisseur Hans Neuenfels und Dirigent Mariss Jansons machen "Pique Dame" zum Erlebnis.

"Jede Provokation schöpft ihren Sinn aus ihrer Zeit", legte der Regisseur Hans Neuenfels kürzlich in einem Interview in der "Neuen Zürcher Zeitung" dar. Also hatte es wohl, vor siebzehn Jahren, seine Berechtigung, wenn er sich in der wilden letzten Saison der Ära von Gerard Mortier an der "Fledermaus", einem österreichischen Nationalheiligtum, "vergriff", indem er das bei Johann Strauß durchaus angelegte Delirium der Personen in eine breit ausgewalzte Koksparty uminterpretierte. Der Skandal damals war so heftig wie deftig. Dabei hatte Neuenfels nur ein Jahr zuvor, im Sommer 2000, mit Mozarts "Così fan tutte" auch schon einigermaßen angeeckt.

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