Salzburger Festspiele

Reaktionen auf Fortsetzung Rabl-Stadlers: "Sie ist keine Sesselkleberin"

Festspielintendant Markus Hinterhäuser würdig ein "Zeichen für Verantwortung". Auch aus der Politik gab es Zustimmung auf die Entscheidung Rabl-Stadlers, ihre Arbeit noch um ein Jahr zu verlängern.

Festspielintendant Markus Hinterhäuser. SN/ServusTV / Neumayr / Leo
Festspielintendant Markus Hinterhäuser.

Wenn am Dienstag nächster Woche das coronatauglich erneuerte Salzburger Festspielprogramm für 2020 präsentiert wird, soll nicht mehr die Frage laut werden, ob Helga Rabl-Stadler bleibt oder wer ihr nachfolgen wird. Also gab Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) als Vertreter des Festspielfonds die Antwort am Freitag.

Die Zusage der Präsidentin für ein weiteres Jahr "ist ein wunderbares Zeichen ihres Verantwortungsgefühls", sagte Intendant Markus Hinterhäuser. "Ich hab sie sehr, sehr darum gebeten." Die Salzburger Festspiele seien in einer schwierigen Situation. Auch mit dem für 2020 reduzierten Programm "sind wir auf einem dünnen Eis". Da vor allem jetzt der präzise Blick in die Zukunft schwierig sei, habe er noch einmal mit ihr gesprochen. Denn sie sei "ein Garant für die Stabilität der Salzburger Festspiele".

Ihre Zusage "ist eine ganz große Freude, eine ganz große Erleichterung!" Es zeige die Verbundenheit Helga Rabl-Stadlers mit den Salzburger Festspielen, dass sie sich jetzt nicht zurückziehe. Sie sei im Festspielbetrieb "eine vergleichslose Identifikationsfigur", sagt der Intendant. Sie sei loyal, offen, großzügig und pflege ein "fantastisches Netzwerk". Und Markus Hinterhäuser versichert: "Sie ist keine Sesselkleberin. Sie wollte aufhören. Aber ich hatte ein schönes, freundschaftliches Gespräch mit ihr." Schon bisher habe sie ihm als Intendanten "unendlich viel geholfen".

Stimmen aus der Politik: "Hartnäckig und zielstrebig"

Haslauer selbst sagte am Freitag: "Helga Rabl-Stadler hat in den 25 Jahren als Präsidentin die Salzburger Festspiele geprägt, ein Jubiläumsjahr ohne sie ist für mich kaum vorstellbar."

Auch der ÖVP-Bürgermeister der Stadt, Harald Preuner, bekundete seine Hochachtung vor der Festspielpräsidentin: "Sie ist als hartnäckig und zielstrebig bekannt. Diese beiden Eigenschaften haben sich in den letzten Wochen ausgezahlt."

Vizebürgermeister Bernhard Auinger von der SPÖ sagte gar, dass den Salzburger Festspielen gar nichts Besseres passieren könne. "Es ist einzig und allein der Festspielpräsidentin und ihrem hervorragendem Team zu verdanken, dass Jubiläumsfestspiele heuer unter schwierigsten Voraussetzungen (...) stattfinden können."

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