Salzburger Festspiele

Salzburger Festspiele: In vier Wochen schallt es wieder vom Domplatz

In vier Wochen schallt der "Jedermann" wieder vom Domplatz und gibt damit am 21. Juli den Startschuss zum heurigen Salzburger Festspielsommer.

Der Domplatz in Salzburg.  SN/APA (Archiv)/BARBARA GINDL
Der Domplatz in Salzburg.

Die erste Ausgabe des Festivals unter der Intendanz von Markus Hinterhäuser verspricht, ein "Epizentrum des Besonderen" zu sein. Mehr als 200.000 Karten sind aufgelegt, wenn die Stadt an der Salzach für sechs Wochen zur Opern-, Schauspiel- und Konzertmetropole wird.

Dabei kommt diesmal nicht nur alles nach Salzburg, was im internationalen Klassikbetrieb Rang und Namen hat - sondern auch Kulturprominenz anderer Sparten, die sich im Festspielkontext neuer Vorhaben annimmt.

Kunstgenie Kentridge inszeniert Oper

Der Südafrikaner William Kentridge etwa, einer der einflussreichsten bildenden Künstler unserer Zeit, wird eine seiner seltenen Opernregien übernehmen und mit Alban Bergs "Wozzek" eines der beiden angesetzten Musiktheaterwerke des 20. Jahrhunderts inszenieren.

Oder die iranische Filmkünstlerin Shirin Neshat, die für die glanzvollste Premiere des Sommers verpflichtet ist und mit der "Aida" unter Riccardo Muti ein Regiedebüt gibt, das gleichzeitig das mit großer Vorfreude erwartete Rollendebüt Anna Netrebkos in der populären Verdi-Oper ist.

"Aida"? "Jedermann"? Karten sind längst weg

Karten für "Aida" gibt es schon lange nicht mehr - allerdings überträgt der ORF die Vorstellung am 12. August im Fernsehen. Und auch der "Jedermann" ist restlos ausverkauft. Tobias Moretti gibt sein Rollendebüt nun doch in einer kurzfristig angesetzten Neuinszenierung von Michael Sturminger - zur Seite stehen ihm zahlreiche neue Darsteller, darunter Stefanie Reinsperger als "Buhlschaft".

Mit Athina Rachel Tsangari ist eine weitere Filmregisseurin für die Bühne engagiert - die Griechin wird Frank Wedekinds "Lulu" mit einer Dreifachbesetzung der Hauptrolle auf der Perner-Insel herausbringen. Weitergeführt wird die Zusammenarbeit mit dem Wiener Burgtheater, diesmal inszeniert Andrea Breth das Harold Pinter-Stück "Die Geburtstagsfeier" - das dann im September auch die Burgtheatersaison eröffnen wird. Den Opernreigen in Salzburg wiederum eröffnet man mit Mozart. Deutungsrevolutionär Teodor Currentzis ist mit seinem Permer Orchester musicAeterna für "La Clemenza di Tito" in der Felsenreitschule unter Vertrag, es inszeniert Peter Sellars.

Ouverture spirituelle widmet sich der "Transfiguration"

Daneben bringen die Konzerte die großen Stars am Dirigentenpult, philharmonische Abende aus Wien oder Berlin, die führenden Instrumentalsolisten in Recitals und Orchesterkonzerten sowie natürlich Liederabende mit dem Who is Who der Sangeskunst. Beibehalten wurde die Auftaktwoche mit der besinnlichen Ouverture spirituelle, die diesmal nicht einer bestimmten Religion, sondern dem spirituellen Thema der "Transfiguration", also einer Offenbarung, gewidmet ist.

Eröffnet wird sie von Kent Nagano und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks mit Messiaens titelgebender "Transfiguration". Die offizielle Eröffnung findet am 27. Juli statt, mit einer Festrede zum Thema "Macht" von Ferdinand von Schirach.

Neues Musikformat: "Zeit mit..."

Bei den Orchesterkonzerten der Salzburger Festspiele 2017 gibt es einerseits Altbewährtes wie die Reihe Ouverture spirituelle, aber auch Änderungen. Die zeitgenössische Konzertreihe Salzburg contemporary wird durch das neue Format "Zeit mit..." abgelöst und stellt neben Schostakowitsch den 1998 verstorbenen französischen Komponisten Gerard Grisey in den Fokus der Programme.

Sechs Liederabende und doppelt so viele Solistenkonzerte erwarten das Publikum der Salzburger Festspiele in diesem Jahr. Pianist und Publikumsliebling Andras Schiff kehrt mit einem dreiteiligen Klavierzyklus nach Salzburg zurück, der sich um die Komponisten Bach, Bartok, Janacek und Schumann dreht.

Die Reihe der Liederabende beginnt mit Christian Gerhaher und Gerold Huber, die sich Schumanns Schaffen auf die Fahne geschrieben haben (31. 7.). Auch Matthias Goerne und Daniil Trifonov haben den Komponisten in ihrem Programm (11. 8.). Marianne Crebassa und Fazil Say widmen sich eher jüngeren Kompositionen von Debussy und Faure. Auch eigene Werke des Pianisten Say werden aufgeführt (8. 8.).

Info und Karten: www.salzburgerfestspiele.at

Quelle: APA

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