Salzburger Festspiele

So präsentierten die Salzburger Festspiele das neue Programm und die neue Buhlschaft

Festspielintendant Markus Hinterhäuser, Schauspielchefin Bettina Hering, Konzertchef Florian Wiegand und Präsidentin Helga Rabl-Stadler präsentierten am Mittwoch das Programm der Salzburger Festspiele 2019.

Im vergangenen Festspielsommer wurde sie für ihre spielerische Wucht im Antikendrama "Die Perser" gefeiert, 2019 wird Valery Tscheplanowa auf dem Salzburger Domplatz als ewige Verführerin auftreten: In der "Jedermann"-Inszenierung wird Tscheplanowa als neue Buhlschaft an der Seite von Tobias Moretti spielen. Sie folgt damit Stefanie Reinsperger in einer Rolle nach, um die sich Festspielsommer für Festspielsommer so manche Mythen ranken.

Rabl-Stadler: "Auch die Festspiele sind ein Mythos"

Mythen sind unterdessen im kommenden Jahr auch ein programmatisches Leitmotiv. Das passe, "weil auch die Festspiele ein Mythos sind", sagte Präsidentin Helga Rabl-Stadler bei der Pressekonferenz am Mittwoch in Salzburg. Das Programm wolle "Empathie für die Mythen der Antike" wecken, steht im Programmbuch. Mit dem Blick in die Vergangenheit wird da die Sicht auf die Gegenwart geschärft. "Es geht darum, der Frage nachzugehen gehen, ob wir in einer Welt leben in der Mythen überhaupt noch Bestand haben", sagte Intendant Markus Hinterhäuser. Der kommende Sommer ist für ihn "Abschluss einer Trilogie". 2017 standen Strategien der Macht im Zentrum, 2018 lautete das Motto Passion und 2019 Antike und Mythos.

Opernprogramm mit "Idomeneo", "Médée" und "Oedipe"

Mozarts Oper "Idomeneo", wird in einer Neuinszenierung von Peter Sellars und Teodor Currentzis als Dirigent des Freiburger Barockorchesters als Eröffnungspremiere zu erleben sein. Der 25-jährige Mozart habe mit dem Werk um den antiken König eine "Musik der Zukunft" schreiben wollen, sagte Sellars in einer Videobotschaft. George Enescus Oper "Oedipe" mit Christopher Maltman in der Titelrolle sowie Cherubinis "Médée" mit Sonya Yoncheva gehören ebenfalls zu den Opern-Neuinszenierungen wie Offenbachs Opera bouffon "Orphée en enfers", in der Enrique Mazzola die Wiener Philharmoniker dirigiert. Konzertant werden Anna Netrebko und Yusif Eyzarov in Francesco Cileas "Adriana Lecouvreur" auftreten.

Konzertchef Florian Wiegand, Schauspielchefin Bettina Hering, Präsidentin Helga Rabl-Stadler und Festspielintendant Markus Hinterhäuser. SN/Marco Riebler
Konzertchef Florian Wiegand, Schauspielchefin Bettina Hering, Präsidentin Helga Rabl-Stadler und Festspielintendant Markus Hinterhäuser.

Schauspiel-Uraufführung "Die Empörten"

Im Schauspielprogramm von Bettina Hering gibt es eine Uraufführung. In "Die Empörten" übertrage Autorin Theresa Walser "den antiken Grundkonflikt von Antigone und Kreon in unser Zeit", heißt es im Programmheft. Thomas Ostermeier wird Horváths "Jugend ohne Gott" inszenieren, unter anderem mit "Tatort"-Kommissar Jörg Hartmann. Einen Monolog um den "Mythos des Sisyphos" von Autor Albert Ostermaier wird Tobias Moretti sprechen. In einer hochkarätigen Marathonlesung - unter anderem mit Birgit Minichmayr - wird James Joyces "Ulysses" gefeiert.

In der Ouverture Spirituelle fließen Tränen

Tränenreich beginnt das Konzertprogramm, steht doch die mittlerweile schon traditionelle "Ouverture Spirituelle" heuer unter dem Leitmotiv "Lachrimae". Weitere Schwerpunkte gelten den Komponisten George Enescu und Pascal Dusapin. Mit vier Opern und fünf Konzertprogrammen sind die Wiener Philharmoniker 2019 in Salzburg zu Gast. Intendant Markus Hinterhäuser, Bariton Matthias Goerne und Regisseur William Kentridge werden 2019 auch ihr "Winterreise"-Projekt nach Salzburg bringen.

Der Liveticker zur Festspiel-Pressekonferenz zum Nachlesen:

 

 

Quelle: SN

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