Salzburger Festspiele

Was die Festspiele den Salzburgern bringen

Die Stadt putzt sich heraus, Hoteliers und Unternehmer sind in Vorfreude, auf der "Jedermann"-Bühne wird geprobt. Die Festspielzeit ist da.

Am Mammon Christoph Franken hängt Jedermann Tobias Moretti. Eine große Rolle spielt das Geld der Festspielgäste aber auch für Salzburg. SN/APA/BARBARA GINDL
Am Mammon Christoph Franken hängt Jedermann Tobias Moretti. Eine große Rolle spielt das Geld der Festspielgäste aber auch für Salzburg.

206 Aufführungen in 42 Tagen, darunter 38 Opern, 54 Schauspiele, 83 Konzerte, 16 Kindervorstellungen und eine Gala-Soiree mit Künstlern der "Pique Dame": Das werden die diesjährigen Festspiele. Kommenden Freitag und Samstag wird das Fest zur Festspieleröffnung die Innenstadt zur Bühne machen. Am Sonntag folgt die Jedermann-Premiere und am Freitag, dem 27. Juli, am Vormittag dann die offizielle Festspieleröffnung mit Bundespräsident Alexander Van der Bellen, seinem Staatsgast, dem portugiesischen Ministerpräsident António Costa, sowie Festspielredner Philipp Blom und Vertretern der Bundesregierung. Am Vorabend wird Bundeskanzler Sebastian Kurz mit einer Delegation von EU-Botschaftern die "Jedermann"-Vorstellung besuchen.

Wie immer hohe Nachfrage nach Karten

Dass die Nachfrage nach Karten für die Salzburger Festspiele heuer hoch sein wird, liegt nicht nur an der EU-Ratspräsidentschaft Österreichs, sondern dies hat sich bereits im Vorverkauf abgezeichnet. Bis auf zwei Produktionen waren Ende März alle Opern ausgebucht. Tickets gibt es nur noch für Claudio Monteverdis "L'incoronazione di Poppea" und Hans Werner Henzes "The Bassarids". Ausverkauft sind auch der einzige Auftritt von Anna Netrebko und Yusif Eyvazov, der "Jedermann" und einzelne Konzerte mit großen Orchestern wie jenes mit den Wiener Philharmonikern und Ricardo Muti.

Für Stadt und Land bedeuten die Salzburger Festspiele aber nicht nur, mit Kunst und Kultur im Rampenlicht zu stehen, sondern auch einen wesentlichen Wirtschaftsfaktor. Steuern und Abgaben der Salzburger Festspiele spülen jährlich 77 Millionen Euro in die Kassen der öffentlichen Hand. Mit 3000 bis - in der Hochsaison - 5000 Mitarbeitern sind sie einer der größten Arbeitgeber in Salzburg. Ein Festspielgast bleibt im Schnitt sechs Tage, im Jahresschnitt bleiben Touristen nur 1,7 Tage.

Der typische Festspielgast

Festspielgäste sind zudem spendable Touristen. Sie geben im Schnitt 319 Euro pro Tag aus - ohne Festspielkarten. Besonders davon profitieren die Hotellerie, aber auch Juweliere und der Textilhandel. Festspielkarten lassen sich die Besucher durchschnittlich 550 Euro kosten. Ohne Salzburger Festspiele würde nur ein Bruchteil von ihnen nach Salzburg kommen: 95 Prozent der Festspielgäste kommen ausschließlich wegen der Festspiele nach Salzburg.

Einer Studie der Wirtschaftskammer Salzburg zufolge generieren die Salzburger Festspiele jährlich eine Wertschöpfung von salzburgweit 183 Millionen und österreichweit 215 Millionen Euro.

Salzburger Festspiele: Hauptspielstätten

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