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Arbeitsmarktlage bessert sich nur langsam

Beschäftigungs- und Arbeitsplatzzahlen sowie Einkommen steigen wieder, die Arbeitslosigkeit sinkt.

Arbeitsmarktlage bessert sich nur langsam SN/bilderbox.com
Die Arbeitslosigkeit sinkt ...

Die aktuelle Analyse der Arbeiterkammer zur wirtschaftlichen Entwicklung des Tennengaus fällt positiv aus. Wichtige Parameter wie Beschäftigung und Arbeitslosigkeit lassen hoffen: Im Vergleich zu 2015 stieg die Anzahl der Arbeitsplätze um 1,3 Prozent. Auch die Zahl der Arbeitslosen - exklusive Schulungsteilnehmer - ging um 2,3 Prozent. "Der Tennengauer Arbeitsmarkt entwickelt sich in die richtige Richtung", freut sich AK-Präsident Siegfried Pichler. "Trotzdem ist es noch ein weiter Weg, bis die Schließungen von Industrieunternehmen wie Rocco, M-Real oder Johnson & Johnson endgültig überwunden sind."

Nach den massiven Arbeitsplatzverlusten der vergangenen Jahre ging es zuletzt wieder aufwärts. Im Jänner 2016 gab es im Tennengau um 1,3 Prozent mehr Arbeitsplätze als im Vorjahr. In fünf Jahren sind im Tennengau 1465 (plus neun Prozent) neue Beschäftigungsverhältnisse entstanden. Der Bezirk weist damit das größte Wachstum aller Bezirke auf. Allerdings konzentriert sich der langfristige Arbeitsplatzzuwachs in diesem Zeitraum im Tennengau auf die wirtschaftlichen Dienstleistungen (z. B. Leasingbereich, Reinigung, Gebäudebetreuung) mit einem Plus von 674 Arbeitsplätzen. Deutliche Stellenzuwächse gab es aber auch im Unterrichtsbereich, vor allem durch die FH in Puch und Kuchl (plus 157) sowie im Gesundheits- und Sozialwesen (plus 267).

Trotz der positiven Entwicklung leidet der Tennengauer Arbeitsmarkt weiterhin unter den Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise. Noch im Vorjahr kletterte die Arbeitslosigkeit auf eine neue Rekordhöhe, deutlich über dem Krisenhöchstwert von 2009. Mittlerweile haben sich die Wogen etwas geglättet, die Arbeitslosenzahlen im Bezirk (1517 Personen im Jahresschnitt 2016) sind um 2,3 Prozent zurückgegangen. Mit 5,3 Prozent weist der Tennengau die geringste Arbeitslosenquote (zwischen Jänner und September 2016) aller Salzburger Bezirke auf. Auch die Einkommenszuwächse waren mit 3,1 Prozent stärker als in den anderen Bezirken. Es brauche aber weiterhin kräftige Arbeitsmarkt-Impulse, betont Pichler: "Nur so kann eine langfristige Trendwende im Bezirk geschafft werden. Denn es geht nicht um Statistiken und Wirtschaftsdaten, sondern um Menschen und Schicksale."

Fast 4500 Tennengauer suchten zwischen 1. Jänner und 30. September Rat und Hilfe bei der AK-Bezirksstelle Hallein. "Spitzenreiter waren die arbeitsrechtlichen Beratungen", so Bezirksstellenleiter Othmar Praml. In diesem Zeitraum erstritt die AK-Bezirksstelle in 132 Interventionen und 26 Klagen rund 111.000 Euro für die Menschen im Bezirk. Auch der Steuerlöscher brachte bares Geld. 696 Beratungen ergaben fast 475.600 Euro. "Insgesamt haben wir bis dato fast 600.000 Euro für die Menschen zurückgeholt - jetzt schon um 100.000 Euro mehr als im Vorjahr", freut sich Praml.

Quelle: SN

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