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Ausbildungspflicht bis 18 Jahre

Zehntausende Jugendliche in Österreich verlieren Jobchancen, weil sie Schule oder Lehre abbrechen. Den Betrieben kommen damit Fachkräfte abhanden. Hier setzt die Ausbildungspflicht an.

Ausbildungspflicht bis 18 Jahre SN/pixabay
Für Jugendliche bis 18 Jahre gilt die Ausbildungspflicht.

Stufenweise tritt mit diesem Schuljahr in Österreich die im August beschlossene neue Ausbildungspflicht bis 18 Jahre in Kraft. Zum Schluss des Schuljahres sollen sämtliche Schulen Schulabgänger, die die Pflichtschulzeit beendet haben, der Statistik Austria melden. Die Eltern der Jugendlichen werden in einem Brief befragt, was der Sohn oder die Tochter denn nun macht. So weit der Plan. Die Vorbereitungen laufen.

Ziel der neuen Ausbildungspflicht ist es, dass schlussendlich alle Unter-18-Jährigen eine Schule oder eine berufliche Ausbildung wie eine Lehre absolvieren. Schaffen das Familien nicht alleine, können sie Jugendcoaches zu Rate ziehen. Die helfen den jungen Leuten, auf die richtige Spur zu kommen. Das beginnt damit, die Talente und Interessen der Jugendlichen abzuklopfen, etwa beim Talente-Check Salzburg. Danach helfen die Coaches bei der Suche nach einer geeigneten Lehrstelle oder Schule. Als letztes Druckmittel sind Verwaltungsstrafen vorgesehen, falls Eltern überhaupt nicht kooperieren.

Künftig sollen alle Unter-18-Jährigen eine über den Pflichtschulabschluss hinausgehende Ausbildung abschließen. Jugendliche mit nur Pflichtschulabschluss (in Salzburg laut Sozialministerium jährlich 775 Jugendliche), haben immer weniger Jobchancen. Rund 75.000 (acht Prozent) der 15- bis 24-Jährigen stehen in Österreich weder in (Aus-)Bildung noch im Erwerbsleben. Die Ausbildungspflicht soll eine "verlorene Generation" vermeiden - und dazu beitragen, dass Betriebe dringend benötigte Fachkräfte bekommen.

Quelle: SN

Aufgerufen am 14.11.2018 um 04:05 auf https://www.sn.at/schlagzeilen/ausbildungspflicht-bis-18-jahre-878509

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