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Blizzard baut aus: 15 Mitarbeiter werden gesucht

Der Mittersiller Skihersteller ist auf Erfolgskurs und erhöht sukzessive produzierte Menge und Marktanteil. Jetzt benötigt der Betrieb mehr Leute in der Produktion für dauerhafte Arbeitsplätze.

Blizzard baut aus: 15 Mitarbeiter  werden gesucht SN/blizzard
„Handmade in Austria“, lautet eine Formel von Blizzard. Tatsächlich werden trotz des maschinellen Einsatzes noch viele Handgriffe von den Fachkräften selbst angewendet.

Es ist eine kleine Sensation: weltweit stagniert der Skimarkt - er liegt seit Jahren um drei Millionen Paar Ski - doch Blizzard gelingt es, zuzulegen. "Wir haben signifikante Zuwächse für beide Marken, Blizzard und Nordica", sagt Geschäftsführer Helmut Exenberger. "Letztes Jahr haben wir 275.000 Paar entwickelt, produziert und verkauft, heuer geht es Richtung 290.000 - und das in einem Jahr, indem die Marktmenge weltweit um fünf bis sieben Prozent gesunken ist. Jetzt steuern wir auf 320.000 zu."

Blizzard produziert auch in der Ukraine, aber der Großteil des Zuwachses erfolgt bei hochwertigen Produkten, die in Mittersill erzeugt werden. Um die Arbeit zu bewältigen, braucht es weitere Mitarbeiter. "Wir suchen 15 Personen, die so schnell wie möglich einsteigen können. Wir wollen die Zeit auch nützen, um sie gut einzuschulen", sagt Personalchefin Yvonne Richter.

Gefragt sind handwerklich geschickte Leute, sagt Produktionsleiter Roland Stemper. "Vielleicht haben sie sogar einen Lehrabschluss. Und gefragt ist Engagement. Wir wollen, dass die Leute mitdenken, hinterfragen, was sie tun und wie sie es tun. Und daraus den einen oder anderen Verbesserungsvorschlag ableiten. Es gibt viele Potenziale in den einzelnen Arbeitsprozessen. Wer soll das besser erkennen als jemand, der das tagtäglich tut. Dafür braucht man jemanden, der mitdenkt."

Bei Blizzard will man gute Mitarbeiter finden. Dafür werden viele Kanäle genützt. Exenberger: "Ein Partner ist das AMS, wir denken auch an die Plattform 'Komm-Bleib', aber auch an die eigenen Mitarbeiter, die in ihrem Bekanntenkreis bei der Suche helfen. Dafür haben wir ein Programm gestartet, das heißt 'Mitarbeiter werben Mitarbeiter'. Wenn es erfolgreich ist, soll der Mitarbeiter etwas dafür bekommen", betont Exenberger. Geplant sind auch Jobbörsen im Pinzgau und in Osttirol.

Leiharbeiter will man bei Blizzard nur beschäftigen, wenn absolute Spitzen zu bewältigen sind. "Wir wollen dauerhafte Mitarbeiter, weil jede Fluktuation im Endeffekt über einem bestimmten Prozentsatz Leistungseinbußen mit sich bringt. Das haben wir vor Jahren erkannt, als wir 30 Saisonarbeiter beschäftigt haben", so der Geschäftsführer.

In Mittersill wird die Produktion für hochwertige Skier erweitert. Exenberger glaubt fest daran. "Es gibt einen Trend für wertige Produkte und sich mehr zu Gönnen in vielen Bereichen. Unsere Entwicklung ist sogar stärker als dieser Trend. Wir setzen auf hochwertige Produkte handmade in Austria, da sind wir als österreichisches Kompetenzzentrum ganz vorne."

Interesse an Blizzard zeigten die Chinesen. "Es gab Anfragen, ob wir im Zuge der Olympischen Spiele in China dort ein Werk aufbauen oder ein Joint Venture machen wollen, oder Know how verkaufen. Das haben wir abgelehnt, es macht derzeit keinen Sinn. Der Markt in China beträgt momentan 100.000 Paar Ski, davon wird die Hälfte importiert, und 20.000 sind Nordica-Skier. Wir sind dort gut besetzt", so Exenberger.

Aktuell beschäftigt Blizzard 210 Mitarbeiter, bald sollen es 225 sein.

Quelle: SN

Aufgerufen am 18.11.2018 um 08:28 auf https://www.sn.at/schlagzeilen/blizzard-baut-aus-15-mitarbeiter-werden-gesucht-861244

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