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Das verdienen die Salzburger

Einkommen stiegen um 2,3 Prozent, Salzburg nur noch Siebter.

Das verdienen die Salzburger SN/bilderbox.com
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Die Bruttoeinkommen in Salzburg sind im Vorjahr im Schnitt um 2,3 Prozent gestiegen. Unter Anrechnung der Inflation von 0,9 Prozent beträgt der reale Zuwachs 1,4 Prozent. Ein Grund für die Steigerung sind die verschärften Pensionsregelungen, die zu einer höheren Beschäftigung von älteren Menschen mit relativ guten Einkommen geführt haben.

Der Wermutstropfen der AK-Analyse: Salzburg fällt im Einkommensvergleich mit anderen Bundesländern zurück - auf den siebten Rang hinter Kärnten. Das Bruttomedian einkommen in Salzburg lag bei 2045 Euro pro Monat - Jahreseinkommen inklusive Sonderzahlungen dividiert durch 14. Die höchsten Einkommen finden sich in Vorarlberg (2240 Euro), Oberösterreich (2207 Euro) und Wien (2174 Euro), die niedrigsten in Tirol (2019 Euro) und im Burgenland (1776 Eur0).

Die Einkommensschere zwischen Männern und Frauen ist nach wie vor groß: Die Salzburger verdienten im Schnitt 2424 Euro brutto pro Monat. Die Salzburgerinnen kamen auf 1659 Euro. Ein Grund dafür ist, dass 50 Prozent der Frauen in Teilzeit beschäftigt sind. Bei Männern liegt der Wert bei knapp zehn Prozent.

Auch der Vergleich der 95 österreichischen Bezirke fällt für Salzburg zwiespältig aus: Der Flachgau (2166 Euro) fiel vom 14. auf den 21. Rang zurück. Die weiteren Positionen: Stadt Salzburg (28. Rang), Tennengau (46. Rang), Lungau (Rang 60), Pinzgau (Rang 74) und Pongau (Rang 75). "Klassenprimus" ist die Stadt Steyr (2723 Euro). Am Ende der Statistik rangiert Rust (1328 Euro).

Die AK ortet den Hauptgrund für das Abschneiden von Salzburg in der Wirtschaftsstruktur: Mehr als drei Viertel (77,6 Prozent) der Arbeitnehmer sind im Dienstleistungssektor beschäftigt. Österreichweit liegt dieser Wert um 3,5 Prozentpunkte niedriger. In Salzburg liegt der Anteil der Beschäftigten im Tourismus bei 17 Prozent - und damit fast doppelt so hoch wie im gesamten Bundesgebiet.

AK-Präsident Siegfried Pichler: "Es reicht nicht, sich nur auf die niedrige Inflation oder günstige Wirtschaftsprognosen zu verlassen. Wir brauchen faire und gute Lohnabschlüsse sowie mehr gute Vollzeit-Arbeitsplätze."

Helmut Eymannsberger von der Wirtschaftskammer: "Ich verstehe nicht, dass jetzt auch schon ein Plus von 1,4 Prozent kleingeredet wird. Salzburg hat eine Rekordbeschäftigungsrate zu verzeichnen. Das bedeutet auch, dass die Familieneinkommen insgesamt steigen." In anderen Bundesländern bleibe es oft bei einem Alleinverdiener - und damit auch bei einem schwächeren Familieneinkommen.

Quelle: SN

Aufgerufen am 26.09.2018 um 09:42 auf https://www.sn.at/schlagzeilen/das-verdienen-die-salzburger-902284

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