Schlagzeilen

Die Zuversicht überwiegt

Die Mehrheit der Betriebe will ihren Mitarbeiterstand halten. Acht Prozent wollen heuer noch weiter Mitarbeiter aufnehmen, lediglich fünf Prozent denken über eine Personalreduktion nach.

Die Zuversicht überwiegt SN/bernhard schreglmann
Im Bereich Land- und Forstwirtschaft wird dringend Fachpersonal gesucht.

Laut dem aktuellen Arbeitsmarktbarometer der ManpowerGroup für das vierte Quartal 2016 zeigen sich Österreichs Arbeitgeber erneut leicht zuversichtlich. Acht Prozent der befragten Unternehmen planen im Zeitraum Oktober bis Dezember Mitarbeiter einzustellen. 87 Prozent wollen ihren Mitarbeiterstamm unverändert halten. Fünf Prozent überlegen, Personal abzubauen. Daraus ergibt sich ein Nettobeschäftigungsausblick - jene Kennziffer, die die Differenz zwischen positiver und negativer Erwartungshaltung der befragten Unternehmen widerspiegelt - von plus drei Prozent.

Bereinigt man den Beschäftigungsausblick um saisonale Variationen, so liegt der Wert ebenfalls bei plus drei Prozent. Die Einstellungsabsichten bleiben somit gegenüber dem Vorquartal relativ stabil und verbessern sich im Jahresvergleich um zwei Prozentpunkte.

"Der positive Trend zu Neueinstellungen kann auch im vierten Quartal weiter aufrechterhalten werden. In Vorarlberg und Wien geben sich die Arbeitgeber besonders positiv", erklärt Erich Pichorner, Geschäftsführer der ManpowerGroup Österreich: "Wir stehen jedoch vor dem Kuriosum, eine Vielzahl offener Stellen bei einer gleichzeitig hohen Arbeitslosigkeit zu haben. Bei der Vermittlung scheitert es jedoch oftmals an mangelnden Deutschkenntnissen oder fehlenden Qualifikationen und Berufserfahrungen. Zudem macht sich in einigen Bundesländern der regionale Fachkräftemangel besonders bemerkbar."

In sechs der neun Bundesländer werden während des vierten Quartals 2016 Personalzuwächse erwartet. Den schnellsten Zuwachs erwarten die Arbeitgeber in Vorarlberg. Hier liegt der Beschäftigungsausblick bei plus 20 Prozent. Auch in Wien geben sich die Unternehmen zuversichtlich und rechnen bei einem Ausblick von plus neun Prozent mit Neueinstellungen. In drei Regionen hingegen rechnet man mit einem Personalabbau im Zeitraum Oktober bis Dezember 2016. Am stärksten betrifft dies die Steiermark, wo der Beschäftigungsausblick auf minus zehn Prozent sinkt.

Im Vergleich zum heurigen dritten Quartal verbessern sich die Beschäftigungsabsichten in fünf Bundesländern, am stärksten erneut in Vorarlberg um plus zwölf Prozentpunkte. In vier Bundesländern hingegen verringern sich die Einstellungspläne. In der Steiermark verliert der Beschäftigungsausblick mit minus 15 Prozentpunkten am meisten.

Im Jahresvergleich berichten die Arbeitgeber in sechs der neun Bundesländer stärkere Einstellungsabsichten. Das größte Wachstum gegenüber dem Schlussquartal des Vorjahres wird in Vorarlberg erwartet, wo sich der Ausblick um 18 Prozentpunkte verbessert. In drei Bundesländern werden weniger Neueinstellungen prognostiziert, allen voran in der Steiermark mit minus elf Prozentpunkten.

Quelle: SN

Aufgerufen am 15.11.2018 um 12:58 auf https://www.sn.at/schlagzeilen/die-zuversicht-ueberwiegt-976108

Schlagzeilen