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Gebühren für Uni-Aufnahmetests: Wer antreten will, muss zahlen

Einige heimische Unis wollen eine Antrittsgebühr in Höhe von 50 Euro für eine Aufnahmeprüfung in einem zugangsbeschränkten Studium verlangen. Bei einigen Unis wurde die Gebühr schon fixiert, bei anderen diskutiert das Rektorat noch.

Gebühren für Uni-Aufnahmetests: Wer antreten will, muss zahlen SN/APA/HERBERT PFARRHOFER
Auch der Uni-Aufnahmetest kann schon etwas kosten.

Bei den Gebühren für die Aufnahmetests war die Uni Graz Vorreiter. Anschließend gab im Februar die Universität Wien bekannt, dass es ab kommendem Wintersemester auch bei ihnen vermehrte Aufnahmetests in Kombination mit einer Gebühr von 50 Euro pro Person geben wird. Diese Entscheidung stand bei Redaktionsschluss auch schon bei der Technischen Universität Wien und der Universität Linz fest. Zudem wurde in Innsbruck beschlossen, dass für die Aufnahmeverfahren vor der Zulassung der zugangsbeschränkten Bachelorstudien ein Kostenbeitrag von 50 Euro zu entrichten ist. Damit soll verhindert werden, dass die Aufnahmeprüfungen mit oft wenigen Kandidaten durchgeführt werden.

Kein Kostenbeitrag an der Uni Salzburg

An den Universitäten Salzburg und Klagenfurt hat das Rektorat entschieden, für das neue Studienjahr Abstand von der Einführung dieses Kostenbeitrags zu nehmen. "Als entscheidendes Argument wurde auf die seit Einführung der Aufnahmeverfahren niedrigen Zulassungszahlen hingewiesen. Durch die Einhebung von Kostenbeiträgen würde dieser Trend vermutlich noch bestärkt werden", sagt Annegret Landes, Leiterin der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation der Alpen-Adria Universität Klagenfurt. Auch an Kunstuniversitäten, wie dem Mozarteum in Salzburg, wird noch kein Kostenbeitrag verlangt. Laut Robert Schiller, Amtsdirektor und Leiter des Studien- und Prüfungsmanagements der Universität Mozarteum, wird aber im Studienjahr 2017/2018 eine Anmeldegebühr für die Zulassungsprüfung in Höhe von 50 Euro fällig.

Die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) ist grundsätzlich gegen die Einführung einer solchen Teilnahmegebühr. Juliana Naglmayr von der ÖH Salzburg nennt zum einen die Gründe "Abschreckwirkung auf angehende Studierende und die soziale Einschränkung durch die Zusatzkosten" und zum anderen, die "Einbehaltung der Teilnahmegebühr". Das Geld kommt aufgrund der gegebenen Bestimmungen - kein Rückerhalt des Geldes beim Bestehen, Nicht-Bestehen und Nicht-Erscheinen - nicht den Studierenden zugute. Bisher ist die Bezahlung einer solchen Gebühr nur vom Medizinstudium bekannt. Dort beträgt diese aktuell 110 Euro.

Welche Studien zulassungspflichtig sind

Zu den zulassungspflichtigen Studienfächern in Österreich zählen etwa Psychologie, Biologie, Pharmazie, Ernährungswissenschaften, BWL, VWL, Informatik, Publizistik, Wirtschaftsinformatik sowie das Lehramtsstudium. Die jeweiligen Aufnahmeprüfungen sind zwar von Studienfach zu Studienfach verschieden, einheitlich ist aber, dass man vor dem Antritt registriert sein muss. Die Anmeldung erfolgt meist über das Internet und kann nur bis zu einer gewissen Frist durchgeführt werden. Die dafür aufkommende Teilnahmegebühr kann direkt beim Onlineverfahren beglichen werden. Nach der Registrierung finden bei den zugangsbeschränkten Studienplätzen die Aufnahmeprüfungen entweder im Frühjahr oder im Sommer statt.

Aufnahmeprüfungen für denselben Studiengang finden in Österreich meistens am selben Tag statt. "Die Terminkoordination wird von der Österreichischen Universitätenkonferenz bzw. dem Forum Lehre durchgeführt, um so Mehrfachanmeldungen an den betroffenen Universitäten zu vermeiden", beschreibt Annegret Landes von der Uni Klagenfurt.

Dieser Beitrag wurde von Studenten der Universität Salzburg im Rahmen einer Lehrredaktion in Kooperation mit den "Salzburger Nachrichten" erstellt.

Quelle: SN

Aufgerufen am 12.12.2018 um 08:26 auf https://www.sn.at/schlagzeilen/gebuehren-fuer-uni-aufnahmetests-wer-antreten-will-muss-zahlen-1008652

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