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Geografische Barrieren brechen

Junge Wirtschaft will zeigen, dass es nur einen Lungau geben kann.

Geografische Barrieren brechen SN/migu
Wachrütteln und aufzeigen, wie groß die Chancen für Lungauer Unternehmer in Wahrheit sind, ist ein Ziel von Wolfgang Lackner und Co.

Handeln statt zuschauen, wenn jungen Unternehmern im Bezirk Steine in den Weg ihrer Entwicklung gelegt werden. Das sinnlose Streiten beenden und die über Jahrzehnte gewachsene Grenze zwischen Ober- und Unterlungau aufbrechen - das waren Beweggründe, die junge Lungauer Unternehmer zur Gründung einer überparteilichen und beitragsfreien Gemeinschaft bewegt haben. Schnell wachsende Mitgliederzahlen sind nur ein Beweis für die Richtigkeit des eingeschlagenen Weges. Obmann Wolfgang Lackner stand bei einem Redaktionsbesuch bei den "Lungauer Nachrichten" Rede und Antwort.

Haben Sie denn als Baumeister mit Auftraggebern in ganz Österreich Zeit für so einen Verein?
Lackner: Mit drei Geschäftsfreunden wurde die Idee geboren. In kürzester Zeit haben sich 70 Jungunternehmer aus dem Lungau angeschlossen. Wir freuen uns über tollen Branchenmix und dass verkrustete Strukturen aufbrechen. Das ist die Motivation.

Und was wird durch diese 70 Jungunternehmer anders?
Im Vorstand sind wir zwei aus St. Michael und zwei aus Tamsweg. So banal es klingt: Das scheint für viele schon etwas Besonderes. Wir trauen uns sogar, darüber zu reden. Wir helfen uns und anderen, denen nach wie vor Steine in den Weg gelegt werden.

Wem passiert so etwas?
Aktuell einem kleinen Handwerker, der sein Hobby in seiner Werkstatt zum Beruf machen will und nicht darf. Wenn nicht bald was passiert, dann zieht er in den Pongau oder sonst wohin ab. Beispiele gibt es zur Genüge.

Sie haben sich mit Jungunternehmern im Raum Murau zusammengeschlossen, weil's denen noch schlechter geht?
Ihnen geht es ähnlich und gemeinsam sind wir stärker. Der Neidgedanke, der anderenorts so dominiert, gehört verbannt. Wir rudern alle in einem Boot und damit stärker als jeder allein. Lungauer Arbeitskräfte und Unternehmen besitzen einen ausgezeichneten Ruf - auch wenn wir geografische Nachteile haben. Es geht darum, der Jugend Chancen und Wege aufzuzeigen, anstatt alles im Lungau ständig nur krankzujammern.

Und das funktioniert ohne Kämmerer und Vereinsmeier?
Ohne Politik, ohne Mitgliedsbeitrag - mit neuen Formaten wie Dinner am Donnerstag, mit zwölf Vorstandsmitgliedern, die monatlich zu einem Event einladen. Mit Bereitschaft zum Aufbruch.

Aufgerufen am 25.09.2018 um 01:20 auf https://www.sn.at/schlagzeilen/geografische-barrieren-brechen-1112002

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