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Gesundheitsrisiko "geringe Bildung"

Weniger Bildung, weniger Chancen, weniger Gesundheit: Im Zentrum für Public Health und an der Universitätsklinik für Innere Medizin III der MedUni Wien am AKH wurde nun der Zusammenhang zwischen Bildung, Geschlecht, Lebensstil und Gesundheitsrisiko untersucht.

Gesundheitsrisiko "geringe Bildung" SN/bilderbox.com

Das Resultat: Frauen mit geringer Bildung haben ein weitaus höheres Risiko, an Diabetes oder Bluthochdruck zu erkranken als Männer, die dagegen ein wesentlich höheres Schlaganfall-Risiko haben.

Auf Basis der Angaben von 13.600 interviewten Personen (50,9 Prozent Frauen) in der Österreichischen Gesundheitsbefragung der Statistik Austria wurden das Auftreten von chronischen Erkrankungen und der Lebensstil in Beziehung zum Bildungsgrad gesetzt. Pflichtschulabschluss wurde als niedrigste Kategorie definiert, ein Universitätsabschluss als höchste Kategorie.

Die interessantesten Resultate, unabhängig vom Bildungsgrad: Männer machen generell mehr Bewegung, ernähren sich aber ungesünder als Frauen, die vor allem weniger rotes Fleisch essen. Frauen rauchen dafür immer häufiger - und das bereits in jungen Jahren. Außerdem zeigen Frauen häufiger Depressionen und Angststörungen, wohingegen Männer mehr zu Herzinfarkten und Übergewicht neigen. Diese Phänomene verstärkten sich bei beiden Geschlechtern mit abnehmendem Bildungsgrad, sodass durch eine Verbesserung des Bildungssystems auch eine weitere Verringerung des kardiovaskulären Risikos bei Mann und Frau zu erwarten sei, erklären die Mediziner.

Quelle: (sn, Apa).

Aufgerufen am 18.07.2018 um 10:06 auf https://www.sn.at/schlagzeilen/gesundheitsrisiko-geringe-bildung-5956333

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