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Hochwasserschutz für das Zeller Becken genehmigt

700 Objekte und 4600 Bewohner in Bruck und Zell am See werden geschützt.

"Es gibt unerfreuliche Momente im Leben eines Politikers", sagt Landesrat Josef Schwaiger (ÖVP). "Und es gibt erfreuliche. Das ist so einer." Nach jahrelangem Ringen wird der Hochwasserschutz für das Zeller Becken gebaut. Der positive Wasserrechtsbescheid ist auf dem Postweg.

Es handelt sich um das bisher größte Hochwasserschutzprojekt in Salzburg. Die Kosten belaufen sich auf 22 Millionen Euro. "Aber das ist wenig im Vergleich zu dem Schaden, der in Schüttdorf und Bruck bei einem 100-jährlichen Hochwasser entstünde", sagt Schwaiger. "Der Schaden wurde mit 70 Millionen Euro berechnet. Es sind 700 Objekte, vom Einfamilienhaus bis zum Supermarkt, betroffen. 4600 Menschen wohnen hier." 1966 stand Schüttdorf letztmals unter Wasser. Bei den Hochwassern 2005 und 2014 schrammte man haarscharf an einer Überflutung vorbei. "Wir müssen damit rechnen, dass 100-jährliche Hochwasser nicht mehr nur alle 100 Jahre auftreten", sagt Schwaiger. "In Oberndorf hatten wir in zehn Jahren drei."

Der Agrarlandesrat rechnet mit einem Baubeginn im Herbst 2017 und der Fertigstellung 2020. Unter anderem entstehen Retentionsbecken mit einem Fassungsvermögen von 3,5 Millionen Kubikmeter Wasser und 3,5 Kilometer Salzachaufweitung. 250 Hektar Wiesen werden benötigt. Das entspricht 400 Fußballfeldern. Schwaiger dankte allen Beteiligten für ihre Unterstützung. Vor allem der Geschäftsführer des Wasserverbands Zeller Becken, Helmut Haslinger, habe Unglaubliches geleistet, die Interessen von 160 Parteien im Verfahren und 72 Grundbesitzern unter einen Hut zu bringen.

Quelle: SN

Aufgerufen am 18.11.2018 um 06:56 auf https://www.sn.at/schlagzeilen/hochwasserschutz-fuer-das-zeller-becken-genehmigt-491818

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