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Investition in Basisbildung

In Österreich gibt es mehr als 300.000 Menschen, die weder lesen noch schreiben können. Jährlich beenden rund zwei Prozent der Vierzehnjährigen die Pflichtschulzeit ohne Abschluss, das sind zwischen 1200 und 1500 Jugendliche pro Jahr. Insgesamt gibt es rund 10.000 Schulabbrecher pro Jahr, von denen fast die Hälfte danach keine Beschäftigung findet.

Investition in Basisbildung SN/robert ratzer

Die 2012 gestartete "Initiative Erwachsenenbildung", mit der jeweils kostenlose Basisbildungskurse zur Alphabetisierung beziehungsweise Kurse zur Nachholung des Pflichtschulabschlusses finanziert werden, wird nun auf Ministerratsbeschluss um weitere drei Jahre verlängert.

Zwischen 2012 und 2014 wurden österreichweit 54,6 Millionen Euro investiert, um knapp 20.000 Menschen beim Nachholen von Pflichtschulabschlüssen (5800) oder dem Erwerb von Basisbildung (13.600) zu unterstützen. Pro Person wird die Ausbildung mit maximal 6600 Euro gefördert, die Kosten werden je zur Hälfte von Bund und Ländern getragen. Die Verlängerung der Finanzierung wird auch zu 21 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds gespeist.

Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner lobte die Förderung als "ganz wichtige Voraussetzung vor allem für diejenigen im erwerbsfähigen Alter" und "Maßnahme, die sich jetzt schon bewährt hat". Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek will durch die Fortführung der Maßnahmen "den Anteil an gering qualifizierten Personen im erwerbsfähigen Alter nachhaltig senken". Die Initiative verbessere die beruflichen Chancen und Perspektiven von Personen, die nicht ausreichend qualifiziert seien.

Quelle: SN

Aufgerufen am 17.11.2018 um 10:30 auf https://www.sn.at/schlagzeilen/investition-in-basisbildung-3100522

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