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Lob für Stufenplan der Regierung zu Schulschwänzen

Lob bekommt die Regierung von Schüler-, Eltern- und Lehrervertretern für ihren Stufenplan zum Schulschwänzen, der am Dienstag besiegelt wurde. Salzburgs Landeshauptfrau Burgstaller bekam Unterstützung von FPÖ und ÖVP.

Lob für Stufenplan der Regierung zu Schulschwänzen SN/apa (pfarrhofer)
Schmied will die Familienbeihilfe nicht antasten.

Burgstaller hatte vorgeschlagen, in Härtefällen die Familienbeihilfe zu sperren. Warnungen gab es vor möglichen Problemen bei der Umsetzung. Theodor Saverschel, der Vorsitzende des Bundesverbands der Elternvereine an mittleren und höheren Schulen, bemängelt im Gespräch mit der APA, dass es nach dem Regierungsvorschlag bis zu fünf Monate dauern kann, bis wegen wiederholter Schulpflichtverletzungen gestraft werde. "Der Abstand zwischen den einzelnen Stufen ist zu lange." Außerdem fürchtet er eine Überforderung der Jugendwohlfahrt, die schon jetzt ausgelastet sei.

Bundesschulsprecherin Conny Kolmann von der VP-nahen Schülerunion lobte am Stufenplan, dass nach den Ursachen für Schulschwänzen gesucht werden soll. "Die meisten gehen ja deshalb nicht in die Schule, weil es ein Problem in einem Fach, mit einem Lehrer oder mit der Klasse gibt", sagt sie. Wirklich wirksam kann das neue System aus Kolmanns Sicht aber nur dann sein, wenn die Supportsysteme (Schulpsychologen, Schülerberater etc.) ausgebaut werden.

Zumindest in der Theorie ist auch die Lehrervertretung von der Idee eines Stufenplans angetan, "allerdings werden wir uns genau anschauen, wie das in die Praxis umgesetzt wird", kommentiert Pflichtschullehrer-Gewerkschafter Paul Kimberger den Vorschlag. Er befürchtet "massive Mehrarbeit für Lehrer und Schulleiter" durch die im Stufenplan vorgesehenen Gespräche mit Schülern und Eltern.

Während Unterrichtsministerin Schmied am Dienstag betonte, dass sie von einer Sperre der Familienbeihilfe in Härtefällen nichts hält, wurde Burgstallers Vorschlag von FPÖ und BZÖ unterstützt. Burgstaller plädiert dafür, dass das Geld erst nachbezahlt werden soll, wenn Eltern dafür sorgen, dass ihre Kinder in die Schule gehen.

Quelle: APA

Aufgerufen am 21.09.2018 um 07:48 auf https://www.sn.at/schlagzeilen/lob-fuer-stufenplan-der-regierung-zu-schulschwaenzen-5964496

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