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Mehr Geld im "goldenen" Westen

Gehaltsreport. Geschäftsführer in Österreich verdienen wesentlich mehr als ihre Kollegen in den östlichen Nachbarstaaten.

In Österreich verdienen Führungskräfte mehr als in den Nachbarländern. SN/shutterstock - boldg
In Österreich verdienen Führungskräfte mehr als in den Nachbarländern.

Die Österreicher liegen voran! Konkret Geschäftsführer aus Österreich, denn sie verdienen um Längen mehr als ihre Kollegen in Tschechien, Ungarn und der Slowakei. Derzeit liegt das Durchschnittsbruttogehalt eines Geschäftsführers in Österreich bei jährlich 295.000 Euro, in Tschechien bei 123.500 Euro, in der Slowakei bei 83.600 Euro und in Ungarn verdienen Firmenchefs mit durchschnittlichen 82.600 Euro im Jahr am wenigsten.

Damit erhalten österreichische Geschäftsführer rund 2,4 Mal so viel wie ihre Kollegen in Tschechien, 3,5 Mal so viel wie in der Slowakei und 3,6 Mal so viel wie in Ungarn.

Das sind Ergebnisse des Vergütungsvergleichs Österreich, Tschechien, Ungarn, Slowakei der Personal- und Managementberatung Kienbaum in Wien, für den die Berater knapp 500 Unternehmen analysiert haben.

Das große Gehaltsgefälle zwischen West- und Osteuropa wird auch künftig Bestand haben, denn die Gehaltssteigerungen liegen in Zukunft, mit Ausnahme der Slowakei, auf ähnlichem Niveau: Für dieses Jahr pro gnostiziert Kienbaum für die Gehälter in Österreich eine durchschnittliche Steigerung von 2,8 Prozent, in Tschechien von 3,3 Prozent und in Ungarn von 3,8 Prozent. In der Slowakei stiegen die Gehälter von 2015 auf 2016 aufgrund positiver Wirtschaftsentwicklung und des Zuwachses der Investitionen, insbesondere in der Automobilbranche, auf ein Niveau von 5,2 Prozent. Zusätzlich spielten die steigende Nachfrage nach sowie der Mangel an Fachkräften eine wesentliche Rolle bei den Gehaltssteigerungen.
Ballungszentren bieten bessere Verdienstmöglichkeiten
"Auch in diesem Jahr erwarten wir einen durchschnittlichen Zuwachs von fünf Prozent in der Slowakei. Die Nachbarländer wie Ungarn, Tschechien und die Slowakei holen in Bezug auf die Gehälter auf und entwickeln sich stetig weiter, während die österreichische Wirtschaft ein stabiles Wachstum verzeichnet", sagt Alfred Berger, Vergütungsexperte bei Kienbaum in Wien. "Außerdem sind regionale Unterschiede bei Gehaltszuwächsen erkennbar: Nicht nur in Österreich, sondern auch in den Nachbarländern bieten Ballungszentren bessere Verdienstmöglichkeiten."
Auch Angestellte verdienen in Österreich besser
Auch Angestellte verdienen in Österreich deutlich mehr als in Tschechien, Ungarn und der Slowakei: Ein Angestellter in Österreich erhält mit 42.000 Euro 4,2 Mal so viel wie in Ungarn, wo das Durchschnittsgehalt bei 10.100 Euro liegt.

Im Vergleich zu Tschechien mit 16.300 Euro und der Slowakei mit 13.300 Euro Jahresgehalt zahlen die österreichischen Unternehmen ihren Angestellten 2,6 Mal bzw. 3,2 Mal so viel.

Quelle: SN

Aufgerufen am 18.09.2018 um 05:28 auf https://www.sn.at/schlagzeilen/mehr-geld-im-goldenen-westen-354235

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