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Mit einem guten Gefühl zur Arbeit gehen

Selbstreflektion ist gefragt. Wer nicht mehr gern zur Arbeit geht, sollte sich einige Fragen stellen. Erst dann gibt es eine Lösung für dieses Dilemma.

 SN/Marco2811 - Fotolia

Wer nicht mehr gern zur Arbeit gehen kann, weil die Liebe zum Beruf irgendwann abhandengekommen ist, steht vor einem belastenden Problem. Und es ist manchmal gar nicht schwer zu vergessen, was man einmal an dem Beruf geliebt hat. Straffe Deadlines, Unstimmigkeiten mit den Kollegen, nörgelnde Kunden oder Vorgesetzte - das kann einem das Arbeiten schnell verleiden. Der Personalvermittler Michael Page hat drei Tipps zusammengestellt, die helfen, die Liebe zum Beruf wiederzuentdecken.

1. Alles auf Anfang - die Liebe zum Beruf wiederentdecken
Wer vergessen hat, was diesen Job einmal zum Traumberuf gemacht hat, sollte genau hier ansetzen. Warum hat man gerade diese Stelle angenommen? Hier liegt der Ausgangspunkt für einen motivierten Neustart. Waren es die Grundsätze des Unternehmens? Der Aufgabenbereich oder die Karriereaussichten? Wenn die wichtigsten Kriterien noch immer erfüllt werden (abgesehen von den Ausnahmen, die der Alltag mit sich bringt), lässt sich schnell feststellen, was die Liebe zum Beruf ausmacht.

2. Die eigene Rolle überdenken und wieder gern arbeiten
Oft ist es die eigene Position in der Firma, die dafür sorgt, die Liebe zum Beruf in Vergessenheit geraten zu lassen. Hier lässt sich ansetzen, um den Job wieder lieben zu lernen. Erster Schritt: Nach signifikanten Veränderungen suchen. Hat sich der Aufgabenbereich verändert? Ist man unter- oder überfordert? Und geht man den Tätigkeiten noch nach, die einem früher Freude gemacht haben? Sollte hier der Ursprung für die fehlende Liebe zum Beruf liegen, kann ein Gespräch mit dem Chef die Lösung bringen. Wer sich langweilt, sollte sich in neue Projekte einbringen. Einfach einmal nach neuen Verantwortungsbereichen fragen. Denn wenn man noch immer hinter dem steht, was die Firma ausmacht, dann lohnt es sich, um die eigene Liebe zum Beruf zu kämpfen und bald wieder gerne arbeiten zu gehen.

3. Das große Ganze sehen - wer geht schon jeden Tag gern arbeiten?
In vielen Fällen ist es ein Problem, zu viele Erwartungen an sich zu stellen. Täglich sollte etwas anders sein? Die Arbeit soll Veränderungen bringen und unersetzbar machen? Damit überfordert man sich und andere und macht eine gesunde Liebe zum Beruf unmöglich.

Es muss nicht das Ziel sein, jeden Tag gern zu arbeiten. Dennoch sollte man das große Ganze betrachten und dann Bilanz ziehen. Geht man denn zum größten Teil gern zur Arbeit? Und liebt man den Job an den guten Tagen? Dann muss das die Motivation sein, auch in Zukunft gern zu arbeiten und etwa den Montagsblues zu besiegen.

Aber was ist, wenn beim Rückblick herauskommt, dass man den Job nicht lieben kann, weil diese Liebe ohnehin nie da war?

In diesem Fall sollte man sich eingehend darüber Gedanken machen, was man selbst vom Beruf erwartet, was die eigenen Stärken und Schwächen sind, was motiviert und woran man Spaß hat. Unter Umständen ist dann ein Jobwechsel die beste Lösung.

Quelle: SN

Aufgerufen am 23.09.2018 um 08:12 auf https://www.sn.at/schlagzeilen/mit-einem-guten-gefuehl-zur-arbeit-gehen-584284

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