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Multimediale Kaderschmiede

In Puch werden absolute Multimedia-Cracks ausgebildet, wie etwa eine 3D-Grafikerin, die in Kanada für ein Mega-Computerspielunternehmen arbeitet. Am Wochenende wird gefeiert.

Multimediale Kaderschmiede SN/fh salzburg/kolarik
FH Absolvent in Hollywood: Walter Mair produzierte etwa die Musik für den Film „Blood Orange“ mit Iggy Pop.

Seit 1996 gibt es den Studiengang MultiMediaArt an der Fachhochschule Salzburg. Mit mehr als 1200 Absolventen und aktuell 300 Studierenden hat sich das Studium zu einer der wichtigsten Ausbildungen für Mediengestaltung im deutschsprachigen Raum entwickelt.

Den runden Geburtstag feiert die FH Salzburg mit mehreren Veranstaltungen. Zur Eröffnung findet am 27. Oktober 2016 eine Vernissage statt. Bei einem Symposium am darauffolgenden Tag berichten erfolgreiche Absolventen von ihrem Werdegang. Am Samstag, 29. Oktober, treffen sich die Alumni zum Netzwerken am Campus Urstein. Am Abend klingt das Jubiläum bei einer großen Party in der ARGEkultur aus. Stargäste sind das bekannte Elektronik-Duo "Ogris Debris" und der FM4 DJ "Phekt".

Nach Telekommunikationstechnik & -systeme war MultiMediaArt der zweite Studiengang, den die FH Salzburg am damaligen Standort im Techno-Z in Salzburg-Itzling ins Leben rief. Anfangs war die Ausbildung noch sehr technisch orientiert, doch schon bald entwickelte der Studiengang sein künstlerisch-gestalterisches Profil mit den Schwerpunkten Mediendesign, Film, Computeranimation und Audio. Seit 2009 wird im Masterstudium zusätzlich auch die Vertiefung Management & Producing angeboten.

Studiengangsleiter Josef Schinwald verrät: "Mitte der 1990er Jahre war Mediengestaltung nur etwas für Spezialisten. Heute kann jeder mit einem Smartphone selbst multimediale Inhalte gestalten und publizieren. Professionelle Produktionen sind aber nach wie vor nur in Teamarbeit möglich. Neben Theorie und gestalterischem Know-how vermitteln wir unseren Studierenden deshalb sehr praxisbezogen die Abläufe bei Filmproduktionen oder in der Computerspielbranche." Schinwald erklärt weiter: "Als Erstes lernen wir unseren Studierenden originelle Konzepte zu entwickeln, denn Ideen werden immer die wichtigste Währung der Kreativbranche sein."

Die Entwicklung von MultiMediaArt ist eine Erfolgsgeschichte, sind sich die Geschäftsführer der Fachhochschule Salzburg GmbH, Doris Walter und Raimund Ribitsch, einig. Ein 14-köpfiges Team und nahezu 100 externe Lehrbeauftragte sorgen am Studiengang MultiMediaArt für eine Kreativausbildung auf Höchstniveau. Dazu kommen immer wieder auch internationale Gastprofessoren. So haben schon Stardesigner Stefan Sagmeister, Top-Werber Amir Kassaei oder Disney-Animator Hans Bacher in Salzburg unterrichtet.

Im Rahmen eines österreichweit einzigartigen, interdisziplinären Ausbildungsmodells ist MultiMediaArt eng mit dem ebenfalls an der FH Salzburg beheimateten Medieninformatik Studiengang MultiMediaTechnology verbunden. Gemeinsame Unterrichtsfächer und Projekte sorgen für kreativen Austausch und gegenseitige Inspiration. So entstehen technisch und gestalterisch ambitionierte Medienprojekte wie z. B. Computergames, Installationen, Apps oder Virtual Reality Anwendungen.

Viele ehemalige Studierende haben Agenturen gegründet oder arbeiten als Spezialisten in den Bereichen Film, Games, Musik, Gestaltung, Werbung und Kunst - oftmals bei großen Firmen, wie z.B. Red Bull, Ubisoft oder Jung von Matt. Zu den Absolventen zählt etwa der österreichische Filmemacher Daniel Hoesl, der aktuell mit der Parodie "WinWin" in den Kinos vertreten ist; oder der Salzburger Designer Gerhard Andraschko-Sorgo, Gründer der Agentur Linie 3. Er sorgt mit seinen aufwendig gestalteten Katalogen für Künstler wie Georg Baselitz oder Tony Cragg immer wieder für Aufsehen.

Die Absolventin Kathrin Roessler arbeitet als leitende 3D-Grafikerin bei der bekannten Computerspielfirma RockStar in Toronto. Sie war dort für den Look des Verkaufsschlagers "Grand Theft Auto V" verantwortlich.

Einer, der es bis nach Hollywood geschafft hat, ist der 37-jährige Walter Mair. Mit seinem Londoner Tonstudio und einer Zweigstelle in Los Angeles hat er sich auf die Produktion von Soundtracks für Werbung, Filme und Computerspiele spezialisiert.

Markenzeichen des gebürtigen Wieners ist die Verbindung von elektronischer Musik mit klassischen Orchesteraufnahmen. Große Produktionen entstehen mitunter mit 80-köpfigem Orchester, aufgenommen in den legendären Abbey Road Studios. Mair hat zum Beispiel Musik für den Kinofilm "Blood Orange" mit Iggy Pop produziert oder an "Lost River" von Ryan Gosling mitgearbeitet. Auch das Kultspiel "Warhammer" findet sich unter seinen Credits.

Quelle: SN

Aufgerufen am 18.11.2018 um 11:06 auf https://www.sn.at/schlagzeilen/multimediale-kaderschmiede-937906

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