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So erkennt man einen guten Immobilienmakler

Ein guter Immobilienmakler verfügt über eine anerkannte Ausbildung, bietet transparente Geschäftsgrundlagen und informiert gründlich und vollständig.

So erkennt man einen guten Immobilienmakler SN/Erwin Wodicka - wodicka@aon.at
Seriöse Immobilienmakler betreiben ein ehrliches Geschäft und sorgen für Transparenz.


Auch in der Immobilienbranche sind immer wieder schwarze Schafe tätig, unter deren mangelhaften Leistungen nicht nur die Kunden zu leiden haben, sondern die auch zum negativen Image der Branche in der Öffentlichkeit beitragen.

Doch es gibt schon einige Möglichkeiten, woran man vertrauenswürdige und kompetente Immobilienmakler erkennt:

Gewerbeberechtigung
Das Gewerbe des Immobilienmaklers ist reglementiert, das bedeutet, es darf erst nach Erbringung eines Befähigungsnachweises (Konzession) ausgeübt werden. Die Erlangung dieses Befähigungsnachweises ist an bestimmte Erfordernisse hinsichtlich Ausbildung und fachlicher Praxis gebunden. Dazu gehören zum Beispiel der Abschluss eines entsprechenden Universitäts- bzw. Fachhochschullehrganges und mindestens einjährige fachliche Praxis oder das Ablegen einer Befähigungsprüfung nach Abschluss einer berufsbildenden höheren Schule und eineinhalb Jahren Berufspraxis.

Hat der Immobilienmakler also eine Gewerbeberechtigung bzw. ist er angestellter Mitarbeiter eines Maklerbüros mit Gewerbeberechtigung, kann der Kunde auf ein Mindestmaß an Know-how und Erfahrung vertrauen. Darüber hinaus ist ein konzessionierter Immobilienmakler von Gesetzes wegen verpflichtet, eine Vermögensschadenshaftpflichtversicherung abzuschließen, um seine Kunden im Schadensfall zu schützen.

Im Onlineverzeichnis unter www.immobiliencard.at der Wirtschaftskammer können interessierte Kunden einfach und rasch überprüfen, ob eine Person, die sich als Immobilienmakler bezeichnet, über die entsprechende Gewerbeberechtigung verfügt. Als optisches Erkennungsmerkmal konzessionierter Makler gibt es seit Kurzem die sogenannte Immobiliencard. Sie wird vom Fachverband der Immobilientreuhänder der WKO auf Antrag des Maklerunternehmens ausgestellt. Den scheckkartengroßen Ausweis erhalten nur Personen, die über eine aufrechte Gewerbeberechtigung verfügen und dieses Gewerbe entsprechend den Bestimmungen des Gewerberechts ausüben.

Bei Gesellschaften umfasst dies jene Personen, die gesetzlich zur Vertretung der Gesellschaft berechtigt sind. Angestellte Mitarbeiter eines Maklerunternehmens müssen binnen 18 Monaten ab Tätigkeitsbeginn zumindest die Prüfung zum "Zertifizierten Maklerassistenten" erfolgreich ablegen, um die Immobiliencard zu erhalten.

Ziel dieser Prüfung bzw. der ihr vorangehenden Ausbildung ist es, Immobilientransaktionen kompetent und professionell abwickeln zu können. Makler mit gültiger Immobiliencard sind im Onlineverzeichnis www.immobiliencard.at mit einem grünen Plus gekennzeichnet.

Transparente Informationen
Immobilienmakler sind von Gesetzes wegen verpflichtet, Konsumenten schriftlich vor Vertragsabschluss über ihre Tätigkeit als Makler, die Provisionshöhe sowie die mit dem Immobiliengeschäft voraussichtlich verbundenen sonstigen Nebenkosten (Grunderwerbsteuer, Vertragserrichtungsgebühren etc.) zu informieren. Darüber hinaus sollte der Immobilienmakler über die unterschiedlichen Makler-Vertragsverhältnisse (schlichter Maklervertrag oder Alleinvermittlungsauftrag) aufklären. Nach Abschluss des Maklervertrages muss der Makler seinem Kunden zumindest eine schriftliche Zusammenfassung der wichtigsten mündlich vereinbarten Punkte übermitteln sowie alle wesentlichen Informationen über das zu vermittelnde Objekt zur Verfügung stellen.

Professionelle Immobilienmakler legen ihren Kunden einen schriftlich ausformulierten Maklervertrag zur Unterschrift vor, der alle wesentlichen Punkte wie die Eckdaten des Vermittlungsobjektes, Provisionshöhe, Vertragsdauer etc. enthält.

Immobilienmakler sind in der Regel als Doppelmakler tätig. Das bedeutet, dass bei der Vermittlung eines einzigen Objektes sowohl ein schriftlicher oder mündlicher Maklervertrag mit dem Verkäufer bzw. Vermieter als auch mit dem Käufer bzw. Mieter besteht. In der Regel kommt das Vertragsverhältnis zuerst mit dem Verkäufer oder Vermieter zustande. Findet der Makler dann einen Interessenten für das Objekt, schließt er auch mit diesem einen Maklervertrag ab. Dabei ist der Immobilienmakler gesetzlich verpflichtet, die Interessen beider Auftraggeber sorgfältig und redlich zu wahren.

Besteht im Rahmen der Tätigkeit als Doppelmakler ein familiäres oder wirtschaftliches Naheverhältnis zwischen Makler und Auftraggeber, ist der Makler verpflichtet, den anderen Kunden über dieses Naheverhältnis zu informieren. Ist der Immobilienmakler ausnahmsweise nicht als Doppelmakler tätig, muss er seinen Kunden ausdrücklich darauf hinweisen.

Keine Anzahlungen
Kein Immobilienmakler, der die gesetzlichen Bestimmungen einhält, verlangt vor Zustandekommen des Immobiliengeschäftes Anzahlungen oder Teilprovisionszahlungen.

Lokale Marktkompetenz
Das Geschäft mit Grund und Boden ist ein lokales. Bei der Auswahl eines Immobilienmaklers sollte man folglich darauf achten, wie gut er sich in der Wunschregion auskennt: Kann er Referenzen aus der Region vorweisen? Lebt der Makler vielleicht sogar selbst hier? Bei größeren Maklerbüros: Hat das Unternehmen eine Niederlassung in der Region?

Kompetente Beratung
Gute Immobilienmakler nehmen sich ausreichend Zeit für ihre Kunden und erfragen deren Motive, Wünsche und Bedürfnisse in einem ausführlichen Gespräch. Sie informieren vorab über die nächsten Schritte des Vermittlungsprozesses und halten den Kunden über die für ihn getätigten Maßnahmen auf dem Laufenden. Topbüros bieten dafür sogar elektronische Info-Systeme, in denen die Klienten nachprüfen können, welche Aktivitäten für ihr Objekt gesetzt wurden.

Quelle: SN

Aufgerufen am 29.11.2020 um 08:01 auf https://www.sn.at/schlagzeilen/so-erkennt-man-einen-guten-immobilienmakler-4492549

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