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Spekulationen um neue Gewerbeflächen in Kuchl

Firmen haben aktuell in Kuchl keinen Platz, um sich anzusiedeln. Konkrete Pläne für Erweiterungen oder Umwidmungen gibt es noch nicht, die Gespräche um neue Flächen laufen aber bereits.

Spekulationen um neue Gewerbeflächen in Kuchl SN/petry
In Kuchl kann es ob fehlender Gewerbegebiete keine Betriebsansiedelungen geben. Wohin der Weg führt, ist noch unklar.


Der Holzgemeinde Kuchl gehen langsam die Gewerbegebiete aus. "Das stimmt", sagt Bürgermeister Andreas Wimmer (ÖVP), relativiert jedoch: "Es brennt diesbezüglich noch nicht unter den Fingernägeln." Auch Gemeinderat Gerhard Brandauer (SPÖ) ist sich der Knappheit der Gewerbeflächen bewusst und zeigt sich bzgl. neuer Optionen nicht abgeneigt: "Ich wäre dafür, neue Arbeitsplätze zu schaffen. Aktuell fehlt aber der Platz."

In der Gemeinde Kuchl ist dies zwar offiziell noch kein Thema und konkrete Vorstellungen, wo Gewerbegebiete entstehen könnten, gibt es nicht - eine Erweiterung des Brennhoflehens wäre nur eine von mehreren Optionen. Gerüchte über eine Erweiterung des geschichtsträchtigen Brennhoflehens haben aber die Nachbargemeinde Golling hellhörig werden lassen. Auf Nachfrage von Gemeindevertreter Martin Dietrich (SPÖ, Verkehrsausschuss) bei der Gollinger Gemeinderatssitzung vor gut zwei Wochen bestätigte der dortige Ortschef Anton Kaufmann (ÖVP), auch davon gehört zu haben. "Es gibt aber noch keine konkreten Vorschläge oder Pläne. Ich kann jedoch gleich vorweg sagen, dass ein Ausbau, etwa des Brennhoflehens, sicher nicht wieder zu Lasten des Verkehrs in Golling und der Gollinger Bevölkerung an der Bundesstraße vonstatten gehen darf." Vielmehr sei er der Meinung, dass "ohne einen Autobahnvollanschluss in Kuchl, eine Erweiterung nicht zumutbar sei." Er warf aber die Idee eines interkommunalen Gewerbegebietes in den Raum. Demnach würde Golling per Anteil an der Kommunalsteuer von einer Erweiterung finanziell profitieren.

Für Kuchls Bürgermeister Wimmer sind in Zukunft neue Gewerbeflächen durchaus möglich: "Lieber haben wir Arbeitsplätze vor Ort als sonstwo. Kuchl ist infrastrukturell gut ausgestattet und attraktiv für Firmen. Wir haben immer wieder Anfragen, Konkretes liegt aber nicht vor. Natürlich würde ein Autobahn-Vollanschluss Sinn machen und Kuchl als Standort noch attraktiver machen. Ich kann aber aktuell nichts machen, und ein Vollanschluss ist kein Thema, solange nicht alle benötigten Grundflächen gekauft werden können."

Ein Grundbesitzer wehrt sich aktuell noch vehement gegen den Verkauf seines Grundstückes, es wurde sogar schon eine Enteignung in Betracht gezogen.

Wo und in welcher Form Gewerbegebiete entstehen könnten, weiß Wimmer noch nicht. Er bestätigt aber, bereits in Dialog mit einem Grundbesitzer beim Brennhoflehen gewesen zu sein: "Es gab nur lose Gespräche mit einem Bauern. Da war der Betroffene im Falle einer Erweiterung nicht abgeneigt. Das Brennhoflehen ist ja eine Erfolgsgeschichte."

Wimmer sieht prinzipiell in einem "minimalen Ausbau von 4000-5000 Quadratmeter des Brennhoflehens kein Problem."

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