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Unzufrieden macht krank

Wer schon in den ersten Jobs unzufrieden ist, wird eher krank. Arbeitszufriedenheit spielt eine wesentliche Rolle für die physische und psychische Gesundheit.

Unzufrieden macht krank SN/bilderbox.com
Stress und Unzufriedenheit machen krank.

Arbeitszufriedenheit in den späten Zwanzigern und in den Dreißigern hat einen direkten Zusammenhang mit der Gesundheit Anfang vierzig, wie eine Studie der Ohio State University ergeben hat. Arbeitszufriedenheit hat demnach Folgen auf die psychische Gesundheit. Deutlich ausgeprägter sind jedoch die Folgen für den Körper.

Jene Studienteilnehmer, die mit ihrem Job zu Beginn ihrer Karriere wenig glücklich waren, berichteten später deutlich häufiger über Depressionen und Ängste und hatten auch Schlafprobleme. Die Entwicklung der Arbeitszufriedenheit in diesen frühen Jahren wirkt sich später ebenfalls aus. Die gute Nachricht ist laut dem Team um Jonathan Dirlam, dass eine geringe Zufriedenheit im Job, die sich später verbesserte, keine Auswirkungen auf die körperliche Gesundheit hat.

Ganz anders sieht es jedoch aus, wenn die Situation im Job im Laufe der Jahre immer schlechter wird. Laut Studienleiter Hui Zheng zeigen die Studienergebnisse die Bedeutung der frühen Arbeitsverhältnisse für das weitere Leben: "Man muss sich nicht schon am Ende des Arbeitslebens befinden, um zu sehen, welche Auswirkungen die Arbeitszufriedenheit vor allem auf die geistige Gesundheit hat."

Die psychische Gesundheit wurde am meisten von den Gefühlen, die der Job bei den Menschen auslöste, beeinflusst. Personen, deren Arbeitszufriedenheit im Verlauf des frühen Arbeitslebens permanent gering war, schnitten bei allen fünf untersuchten psychischen Bereichen schlechter ab. Dazu gehörten mehr Depressionen, Schlafstörungen und intensive Sorgen. Bei diesen Personen wurden auch eher Probleme mit Emotionen diagnostiziert. Ihre psychische Gesundheit erwies sich auch insgesamt als schlechter.

Die körperliche Gesundheit jener, die in ihrem Job unglücklich waren, wurde nicht so sehr beeinträchtigt wie die psychische. Personen in der unzufriedenen Gruppe und aus jener mit einer negativen Entwicklung berichteten insgesamt von mehr Gesundheitsproblemen. Dazu gehörten Rückenschmerzen oder häufige Verkühlungen. Bei den physischen Funktionen konnten wie bei den durch Ärzte diagnostizierten Erkrankungen wie Diabetes oder Krebs keine Unterschiede festgestellt werden.

Zheng betont, dass die untersuchten Teilnehmer zum Zeitpunkt der Studie erst Anfang 40 waren. "Verstärkte Angstgefühle und Depressionen könnten später im Leben dann zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen und anderen Gesundheitsproblemen führen."

Quelle: SN

Aufgerufen am 13.11.2018 um 01:32 auf https://www.sn.at/schlagzeilen/unzufrieden-macht-krank-1105966

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