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Weniger verdienen, länger arbeiten

Die Industrie braucht ältere Arbeitnehmer und hat Ideen dazu.

Weniger verdienen, länger arbeiten SN/Erwin Wodicka - wodicka@aon.at

Die Industriellenvereinigung (IV) macht sich für die 50-plus-Generation stark und fordert von der Politik verbesserte Rahmenbedingungen. "Ältere gemeinsam länger im Arbeitsprozess zu halten ist wegen des zunehmenden Fachkräftemangels unerlässlich", sagte IV-Generalsekretär Christoph Neumayer am Montag. Veit Schmid-Schmidsfelden, Ausschussvorsitzender für Arbeit und Soziales in der IV, sagte: "Das sind Know-how-Träger, die für unsere Industrie essenziell wichtig sind."

Die Bestätigung aus der Praxis liefert der Geschäftsführer der BMW Motoren GmbH in Steyr, Gerhard Wölfel: "Für das Wachstum unseres Unternehmens brauchen wir die 50-plus-Generation - deren Erfahrung, Gelassenheit und Loyalität."

Doch laut Schmid-Schmidsfelden erschweren in Österreich die hohen Lohnnebenkosten die Möglichkeit, Mitarbeiter zusätzlich einzustellen. Ein weiteres Hemmnis seien das gängige Senioritätsprinzip und die Biennalsprünge in den Firmen: "Dass Ältere mehr verdienen sollen, ist ein Zugang, der veraltet ist", meint Schmid-Schmidsfelden. Bei vergleichbarer Arbeit sei dieses Prinzip hinfällig.

Ein Dorn im Auge sind den Arbeitgebern aus der Industrie aber vor allem die derzeitigen Anreize, früh in Pension zu gehen. Sie fordern, die Teilpension zu ermöglichen. Ältere könnten beispielsweise nur 50 Prozent der ihnen zustehenden Pension beziehen, dafür aber mehr als nur bis zur Geringfügigkeitsgrenze von 395 Euro dazuverdienen.

Quelle: SN

Aufgerufen am 19.11.2018 um 04:02 auf https://www.sn.at/schlagzeilen/weniger-verdienen-laenger-arbeiten-3100102

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