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Wer lernen will muss schlafen

Wie schön wäre es, die Schlafenszeit an stressigen Tagen einfach ausfallen zu lassen und lieber ins Lernen oder Vorbereiten zu investieren. Doch ohne Schlaf bringt unser Körper nicht die gewünschte Leistung.

Damit unser Körper und Geist leistungsfähig bleibt, ist Schlaf ein wichtiger Faktor, welchen man nicht vernachlässigen sollte. SN/unsplash
Damit unser Körper und Geist leistungsfähig bleibt, ist Schlaf ein wichtiger Faktor, welchen man nicht vernachlässigen sollte.

Schule und Studium haben schon vor einigen Wochen begonnen und somit werden auch wieder die Tage bis zur nächsten Prüfung gezählt. Die Zeiten in denen man fest davon überzeugt war, dass die Lernbücher unter dem Kopfpolster die Erleuchtung bringen, sind leider vorbei. Doch nicht nur SchülerInnen und StudentInnen wählen in dieser Zeit die "So-wenig-Schlaf-wie-möglich"-Strategie und wälzen Abend für Abend, Nacht für Nacht die Bücher. Auch Berufstätige bekommen oft nicht genug Schlaf und dies wirkt sich akut auf die Konzentration und Gesundheit jedes Einzelnen aus. Koffeintabletten, Energydrinks und Kaffee bringen zwar kurzzeitig einen Aufschwung, doch um das Erlernte zu festigen und das Gedächtnis zu verbessern, sind anderen Methoden gefragt.

Schlaf hilft uns beim Lernen und Verarbeiten

Wie bereits bekannt, schläft man im Optimalfall 7-8 Stunden pro Nacht. Schlafen ist wichtig um die Eindrücke des Tages zu verarbeiten, das Immunsystem zu stärken und Erlerntes zu festigen. In der Tiefschlafphase werden Informationen in das Langzeitgedächtnis überführt und dort abgespeichert. Bleibt man also über einen längeren Zeitraum wach oder schläft nur kurz, dann können jene Informationen, die langfristig gespeichert werden sollen, sich nicht festigen.
Vor allem in Stresssituationen fällt das Einschlafen und Durchschlafen besonders schwer. Einfache Tricks können in diesem Fall helfen:

• Meiden Sie Alkohol und schweres Essen, da der Schlaf dadurch nur oberflächlich und unruhig ausfällt.
• Das blaue LED-Licht von Laptop und Smartphones wirkt aufputschend - legen Sie die Geräte daher eine Stunde vor dem zu Bett gehen aus der Hand und dunkeln Sie den Schlafbereich ab.
• In Stresssituationen ist der Geist oft müde doch der Körper wach oder umgekehrt. Finden Sie also heraus, ob Ihnen in diesem Fall körperliche Betätigung wie Joggen gut tut oder ob Ihnen ein gutes Buch beim Entspannen hilft.
• Behalten Sie einen Schlafrhythmus bei. Wenn Sie z.B. jeden Tag zu Mittag eine 20 Minuten Schlafpause einlegen, dann werden Sie mit der Zeit auch hier in die Tiefschlafphase kommen. Auch bei Kindern ist es wichtig, dass Sie den Rhythmus an den Wochenenden nicht verlieren.

Sollte die Schlaflosigkeit über einen längeren Zeitraum andauern, greifen Sie nicht gleich zu starken Medikamenten. Wenn Oma's Hausmittel "warme Milch mit Honig" nicht den gewünschten Erfolg bringt, dann versuchen Sie es z.B. mit einem heißen Bad bevor Sie zu Bett gehen. Auch ätherische Öle können beim Entspannen helfen. So wirken vor allem Lavendel und Vanille beruhigend und steigern das Wohlbefinden.

Diverse Studien zeigen bereits auf, dass sich der Schlaf durch den Klimawandel geändert hat. So fällt es vielen Menschen vor allem durch die ungewöhnlich warmen Nächte im Sommer schwer die Nachtruhe zu finden. Laut Experten liegt die optimale Raumtemperatur zwischen 15 und 18 Grad. Je nach Kälteempfinden bietet es sich daher an, auch im Winter bei leicht offenem Fenster zu schlafen oder den Schlafraum unbeheizt zu lassen.

Das heißt, im besten Fall fängt man mit diversen Vorbereitungen oder mit dem Lernen schon früh genug an, dann kann man die Nächte auch wirklich zum Schlafen nutzen. Doch aus Erfahrung weiß man, dies ist leichter gesagt als getan.

(SN)

Aufgerufen am 25.11.2017 um 12:35 auf https://www.sn.at/schlagzeilen/wer-lernen-will-muss-schlafen-20512915

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