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Wild ist der neue Heckentrend

Betrachtet man die Verkaufszahlen, dann sind die Thujen nach wie vor die meistverkauften Heckenpflanzen - allerdings mit deutlich sinkender Bedeutung.

Wild ist der neue Heckentrend SN/ploberger
Der Dirndlstrauch wächst zuerst breit aufrecht, erst später legt er an Höhe zu.

Viele Thujen-Besitzer kennen nach einigen Jahrzehnten die Probleme: Die Hecken werden Schritt für Schritt zu groß und zu breit. Sie lassen sich auch nicht mehr kräftig schneiden, denn sie sind innen völlig kahl geworden. Es ist ein Monsterjob, Hecken zu beseitigen, die schon 30 oder 40 Jahre alt sind.

Idealen Ersatz bietet die immergrüne Eibe. Sie kann immer ganz kräftig geschnitten werden und verträgt eigentlich jeden Standort - sowohl die volle Sonne als auch den tiefen Schatten. Einzig Staunässe verträgt dieses heimische Nadelgehölz nicht.

Wählt man die Eibe für eine Hecke, sollte man nie die Säuleneibe nehmen. Diese lässt sich nämlich nach einigen Jahren nicht mehr schlank schneiden, weil die straff aufrecht wachsenden Triebe immer breiter werden.

Der absolute Hit der vorigen Jahre ist aber die Wildhecke. Der Hintergrund sind wohl die neue Naturgartenbewegung und der Umweltgedanke mit dem Schutz von Bienen und Vögeln. Die Wildhecke ist eine Oase für Tiere, sieht attraktiv aus und ist bequem, denn sie wird nur alle paar Jahre stark geschnitten.

Das sind die besten Wildheckenpflanzen und ihr Nutzen:

1. Holunder (Sambucus nigra)
Ob wilder Holunder, der durch Vogelkot in den Garten gekommen ist, oder die Sorte Haschberg, die beste Fruchtsorte, die es gibt, allen ist eines gemeinsam: Sie wachsen schnell und liefern Blüten und Früchte. Als Fruchtgehölz ideal.

Verwendung: Blüten als Tee (schweißtreibend), Früchte gekocht - roh leicht giftig.

2. Eberesche (Sorbus aucuparia)
Die Vogelbeere ist ein kleiner, mehrstämmiger Baum, der in der Struktur einer Wildsträucherhecke gut für die Höhe sorgt. Die Blüte lockt viele Insekten an.

Verwendung: Die Früchte sind bei Vögeln extrem beliebt. Daher muss man mit der Ernte schnell sein. Vielseitig verwendbar: von Marmelade bis Schnaps.

3. Sanddorn (Hippophae ramnoides).
Der Sanddorn ist durch sein silbriges Laub besonders attraktiv. Beim Pflanzenkauf auf männliche und weibliche Exemplare achten, sonst gibt es keine Früchte.

Verwendung: Früchte haben einen hohen Vitamin-C-Gehalt. Wertvolles Vogelgehölz - auch als Nistplatz, weil die Dornen Schutz bieten.

4. Kornelkirsche, Dirndlstrauch (Cornus mas)
In der Jugend wächst der Strauch breit aufrecht, später legt er an Höhe zu. In Hecken muss man darauf achten, dass das Gehölz nicht von anderen Pflanzen überwuchert wird.

Verwendung: Die Dirndl sind kirschähnliche, längliche Früchte, die eine köstliche Marmelade ergeben.

5. Haselnuss (Corylus avellana)
Der wuchskräftige Strauch erobert rasch die "dritte Dimension". Seine straff aufrecht wachsenden Äste und das Blattdach sind imposante Details einer Wildsträucherhecke.

Verwendung: Nüsse kommen in der Küche zum Einsatz (so man schneller ist als Eichkätzchen), Äste dienen als Staudenstützen.

Quelle: SN

Aufgerufen am 25.09.2018 um 03:23 auf https://www.sn.at/schlagzeilen/wild-ist-der-neue-heckentrend-1089766

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