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Wohnen in Österreich

Eine kurze Analyse zu den Wohnpreisen in den Bundesländerhauptstädten

Wien liegt bei den Wohnpreisen im europäischen Mittelfeld.
Im Vergleich zu Städten wie London und Paris ist Wien immer noch kein teures Pflaster. Mit Wohnungspreisen von 3500 bis 4200 Euro pro Quadratmeter liegt Wien EU-weit im Mittelfeld, beim Preisanstieg (plus neun Prozent im Vergleich zu 2013) ist die Bundeshauptstadt aber Spitzenreiter. Bei Mietwohnungen liegt Wien derzeit bei Preisen in der Höhe von rund 9,1 Euro pro Quadratmeter. 20.000 bis 25.000 Menschen ziehen jährlich neu zu - weshalb die Wirtschaftskammer beklagt, dass zu wenige Wohnungen gebaut werden. Die erforderliche Neubauquote von 8500 bis 10.000 Einheiten pro Jahr sei in den vergangenen Jahren nicht erreicht worden, heißt es. Laut der letzten Großzählung gibt es in Wien 164.746 Gebäude, zwei Drittel davon befinden sich im Privatbesitz. Die Gesamtzahl aller erfassten Wohnungen liegt bei 983.840. Die durchschnittliche Größe einer Hauptsitzwohnung beträgt in Wien 72,4 Quadratmeter.
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Salzburger Mietkosten erhöhten sich seit 2000 um 40 Prozent.
Billiges Wohnen ist in Salzburg nur schwer möglich. Bei den Preisen für gebrauchte (mit 2191 Euro pro Quadratmeter) oder neu errichtete (3873 Euro) Eigentumswohnungen rangiert die Mozartstadt jeweils gleich hinter Wien. Große Sorge bereitet vielen auch die Entwicklung im Mietpreissektor. Vertreter der Arbeiterkammer sprechen von einer "Explosion": Demnach beträgt der durchschnittliche Mietpreis inklusive Betriebskosten in der Stadt Salzburg schon knapp 14 Euro pro Quadratmeter. Die Mieten sind seit dem Jahr 2000 um rund 40 Prozent in die Höhe geschnellt. Laut einer Umfrage fühlt sich fast jeder Zweite (44 Prozent) von den derzeitigen Wohnkosten in Salzburg stark oder ziemlich belastet. 84 Prozent der Wohnungssuchenden geben an, keine bezahlbare Bleibe zu finden. Dass sich die Preisspirale "in astronomische Höhen" gedreht habe, zeige das Versagen des freien Markts. Die 21.300 Gebäude in Salzburg beherbergen rund 84.500 Wohnungen.
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Die Mur teilt Graz in eine teurere und in eine billigere Hälfte.
Der Fluss als Grenze zwischen unterschiedlichen sozialen Verhältnissen: Links der Mur gibt es die Nobelviertel wie Geidorf oder St. Leonhard, rechts der Mur die traditionellen Arbeiterbezirke wie Gries oder Lend. Was sich freilich auch in den Preisen für Miet- und Eigentumswohnungen bemerkbar macht. Mieten in der Höhe von zehn Euro pro Quadratmeter sind auch in Graz keine Seltenheit mehr. Denn: Die Uhrturmstadt mit ihren knapp 40.000 Gebäuden und mehr als 152.000 Wohnungen boomt, der Zuzug aus der Steiermark, anderen Bundesländern, aber auch aus dem Ausland (Deutschland, Slowenien) ist enorm. Die durchschnittlichen Preise für Eigentumswohnungen liegen mit 136.489 Euro in Graz und 137.578 Euro in Graz-Umgebung knapp beisammen. Die Steigerungsraten bei den Preisen gelten im Vergleich zu anderen Städten als eher moderat. In der jüngeren Vergangenheit sind etliche Grazer auch in den "Speckgürtel" ausgewandert und pendeln täglich ein.
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Studierende fordern in Innsbruck niedrigere Mietpreise.
Wie auch in vielen anderen österreichischen Städten sind die Immobilienpreise auch in Innsbruck heuer angestiegen. Für gebrauchte Eigentumswohnungen stiegen die Preise um 1,9 Prozent auf 3360 Euro pro Quadratmeter an. Für neues Eigentum müssen mittlerweile 3748 Euro pro Quadratmeter auf den Tisch gelegt werden, was einem Zuwachs von 0,8 Prozent entspricht. Ziemlich teuer sind in der Tiroler Landeshauptstadt, in der es mehr als 12.000 Häuser mit rund 73.000 Wohnungen gibt, auch die Mietpreise. Worunter vor allem auch die Studierenden leiden. Vertreter der Österreichischen Hochschülerschaft verlangen von der Politik Maßnahmen zur Behebung der "prekären Wohnungssituation in Innsbruck": "400 Euro im Monat sind nicht sozial verträglich." Laut einer Umfrage der ÖH erweise sich die Wohnungssuche in Innsbruck für zwei Drittel der Befragten derzeit als schwierig. Mehr als 30.000 der 125.000 Einwohner von Innsbruck sind Studierende.

Linz: Eine Stadt mit günstigem Wohnraum für junge Menschen.
Linz galt lange Jahre als Stadt mit günstigem Wohnraum für junge Erwachsene. So lagen die durchschnittlichen Wohnkosten bei alleinlebenden Menschen zwischen 19 und 27 Jahren vor drei Jahren bei 335,7 Euro. Mittlerweile haben die Preise aber etwas angezogen. Auch Jungfamilien leben in Linz vergleichsweise günstig. Zum Eigentumsmarkt: Für eine 70-Quadratmeter-Wohnung in guter Lage müssen rund 195.000 Euro bezahlt werden. In Linz stehen mehr als 23.300 Gebäude. Die Zahl der Wohnungen ist auf einen historischen Höchststand (111.593) angewachsen. Der Schwerpunkt der Bautätigkeit liegt in den Bezirken Bindermichl-Keferfeld und Innere Stadt.

Quelle: SN

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