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Bewerbungsverfahren dauern zu lang

Lange Einstellungsprozesse vergraulen Bewerber: Zu diesem Schluss kommt eine HR-Manager-Umfrage des Personaldienstleisters Robert Half. Bei 60 Prozent der Unternehmen in Österreich dauern Personalentscheidungen länger als noch vor drei Jahren.

Bewerbungsverfahren dauern zu lang SN/Photographee.eu - Fotolia
Bewerbungsverfahren dauern zu lang

(SN) Die Länge des Einstellungsprozess entscheidet immer häufiger darüber, ob das Unternehmen den Wunschkandidaten für sich gewinnen kann. 61 Prozent der Arbeitgeber in Österreich haben bereits einen präferierten Bewerber aufgrund der langen Wartezeit bis zur Personalentscheidung verloren. Dies ergab die eine aktuelle Umfrage des Personaldienstleisters Robert Half, für die 100 HR-Manager befragt wurden.
Die Einstellung neuer Mitarbeiter dauert immer länger: 60 Prozent der befragten Personalmanager geben an, dass sich die Besetzung offener Stellen im Vergleich zu vor drei Jahren verzögert. Bei elf Prozent dieser Unternehmen ist sogar von einem erheblichen Zeitverzug die Rede. Keines der befragten Unternehmen hat es zudem geschafft, den Rekrutierungsprozess deutlich zu verkürzen.

Jeder zweite Bewerber ist weg

Der Mangel an qualifizierten Fachkräften ist laut den Befragten der häufigste Grund für das lange Einstellungsverfahren. So gaben rund 72 Prozent der Personaler an, es sei zuletzt immer schwieriger geworden, qualifizierte Bewerber zu finden. Bei mehr als der Hälfte der Unternehmen haben Bewerber andere Angebote angenommen. Zudem stellen immer mehr HR-Manager fest, dass die Ansprüche der Bewerber an den potenziell neuen Arbeitgeber gestiegen sind. Somit ist dies für mehr als ein Drittel der Aspekt, der die Auswahlprozesse spürbar in die Länge zieht. Knapp etwa jedes vierte Unternehmen führt zusätzliche Gesprächsrunden als Grund für die Verzögerung an.

Quelle: SN

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