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Flüchtlinge verdienen weniger als Migranten

Wer als Flüchtling nach Deutschland kommt, hat geringere Verdienstchancen als Einheimische oder andere Migranten. Schuld ist laut Experten vor allem die längere Anlaufzeit.

Flüchtlinge verdienen weniger als Migranten SN/sebboy12 - Fotolia
Flüchtlinge verdienen weniger als Migranten

(SN, APA/dpa) Eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zeigt, dass Flüchtlinge auch Jahre nach ihrer Ankunft noch weniger verdienen als Menschen, die als Arbeitsmigranten, Aussiedler oder als Familienangehörige nach Deutschland gekommen sind. Nach der Untersuchung verdienten Flüchtlinge im Jahr 2013 - also vor Einführung des Mindestlohns in Deutschland - durchschnittlich 11,80 Euro pro Stunde. Für alle anderen Migranten ermittelten die Forscher einen Bruttostundenlohn von 14,80 Euro. Zum Vergleich: Deutsche ohne Migrationsgeschichte verdienten im Schnitt 16,60 Euro pro Stunde.
Ein Grund für den Unterschied ist nach Meinung der Wissenschafter die längere Anlaufzeit, die viele Flüchtlinge brauchen, um auf dem deutschen Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Das DIW forderte deshalb, "institutionelle Hürden, die einer zügigen Arbeitsmarktintegration Geflüchteter im Wege stehen", sollten rasch abgebaut werden. Positiv könnten sich ihrer Ansicht nach auch arbeitsmarktpolitische Maßnahmen wie die Schaffung gemeinnütziger Jobs für Asylbewerber und Geduldete im laufenden Verfahren auswirken.

Quelle: SN

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