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Zeitungen sind mediale Informationslieblinge

Tages- und Wochenzeitungen sind die beliebteste Mediengattung, wenn es um die regelmäßige Informationsbeschaffung geht. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung zur Mediennutzung und Werbewirkung in Österreich.

Zeitungen sind mediale Informationslieblinge SN/vladans - Fotolia

Die Online-Umfrage wurde von der Agentur P8 Marketing im Zeitraum Jänner bis Mai 2016 durchgeführt; insgesamt nahmen rund 2800 Personen aus allen Altersgruppen und Regionen Österreichs teil. Für 79 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher sind Zeitungen die beliebteste Informationsquelle, dahinter liegen Fernsehen (73 Prozent), Online-Medien (70 Prozent) und Social Media (47 Prozent). In der Gruppe der 18- bis 29-Jährigen dominieren die Online-Medien (News-Portale), an zweiter Stelle der wichtigsten Informationsquellen stehen soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter und Ähnliches.

Obwohl sie in den jungen Zielgruppen stark genutzt werden, leiden soziale Netzwerke unter einem Glaubwürdigkeitsproblem. In puncto Vertrauen von Informationen landen Social Media in allen Altersgruppen auf dem letzten Platz. Bei der Glaubwürdigkeit führen Tages- und Wochenzeitungen, gefolgt von Radio und Fernsehen. Generell ist das Vertrauen in digitale Medien eher gering: Knapp sieben von zehn Befragten fühlen sich von Google ausspioniert, 62 Prozent von Facebook.

Werbung in Zeitungen wird als deutlich weniger störend empfunden (21 Prozent) als auf dem PC/Notebook und im Fernsehen (76 Prozent). Von Werbung auf dem Smartphone fühlen sich 84 Prozent ziemlich oder sehr gestört.

Interessant: 30 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher wären bereit, für qualitative Informationen im Netz zu bezahlen. Sogar über die Hälfte sind bereit, für Filme und Musik aus dem Internet Geld ausgeben. Überraschend: Die Bereitschaft, für Online-Inhalte Geld in die Hand zu nehmen, ist unter den 18-bis 29-Jährigen am höchsten. P8-Marketing-Gründer und Geschäftsführer Georg Hofherr erklärt: "Jüngere sind es gerade von Spielen gewöhnt, für Online-Angebote zu bezahlen. Das ist eine große Chance für gute Newsportale und deutet auf eine Renaissance des Qualitätsjournalismus hin."

Quelle: SN

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