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Gleichstellung der Frau noch in weiter Ferne

Frauen sind zwar immer höher gebildet, die Erwerbsquote ist hingegen in etwa gleich geblieben, in der Politik sind sie nach wie vor unterrepräsentiert und sie verdienen noch immer deutlich weniger als Männer. Am Dienstag wurden die "Frauenzahlen 2018"präsentiert.

 Gernot Filipp, Leiter der Landesstatistik, LR Andrea Klambauer und Daniela Diethör vom Verein Frau & Arbeit. SN/land salzburg/monika rattey
Gernot Filipp, Leiter der Landesstatistik, LR Andrea Klambauer und Daniela Diethör vom Verein Frau & Arbeit.

"Der Weg hin zu Geschlechtergerechtigkeit ist leider kein gerader und einfacher. Entsprechend betrachte ich die vorliegende Ausgabe der Salzburger Frauenzahlen mit gemischten Gefühlen. Viele Maßnahmen tragen bereits Früchte und die Zahlen belegen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. In vielen Bereichen gehen diese Veränderung jedoch zu langsam voran, und es wird deutlich, dass wir gefordert sind, ständig an einer Verbesserung zu arbeiten", sagte Landesrätin und Frauenreferentin Andrea Klambauer.

So setzt sich etwa in der Bildung die Erfolgsgeschichte der Frauen fort. Der weibliche Anteil mit Pflichtschulabschluss als höchster Ausbildung sinkt in Salzburg weiter, während sich ihr Anteil mit universitärer Ausbildung deutlich erhöht hat. Bei Matura und Hochschulabschluss als höchster Schulbildung haben Frauen die Männer bereits deutlich überholt. Lediglich bei den technischen Ausbildungsrichtungen und MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) gibt es noch Nachholbedarf. Dennoch konnte ein Anstieg des Frauenanteils bei den MINT-Uni-Abschlüssen erreicht werden.

Bei den Ärztinnen und Ärzten in Ausbildung sind die Frauen bereits in der Mehrheit, der Anteil bei den Fachärztinnen und -ärzten liegt aber noch unter einem Drittel.

Frauen verdienen immer noch deutlich weniger

Die Erwerbsquote der Frauen ist im Jahr 2017 konstant geblieben. Leicht erhöht hat sich der Anteil der weiblichen Vollzeitbeschäftigten, während der Anteil der Teilzeit und geringfügig Arbeitenden leicht gesunken ist. Die Anzahl der Kinderbetreuungsplätze hat sich erhöht und führte zu einem Anstieg der Betreuungsquoten in allen Altersgruppen.

Der "Gender Pay Gap" hat sich in den vergangenen fünf Jahren zwar um drei Prozentpunkte reduziert, liegt aber immer noch bei 18,4 Prozent. Frauen verdienen immer noch deutlich weniger als männliche Kollegen.

Nur fünf Bürgermeisterinnen in 119 Gemeinden

Bei den politischen Funktionen auf allen regionalen Ebenen liegt der Frauenanteil deutlich unter der 50-Prozent-Marke. In den Salzburger Gemeinden sind derzeit 114 Bürgermeister und nur fünf Bürgermeisterinnen tätig, das sind lediglich 4,2 Prozent. "Oftmals sind Strukturen so gestaltet, dass Frauen eine politische Teilhabe schwergemacht wird. Es gilt, diese Rahmenbedingungen zu verbessern", sagt Klambauer.

Quelle: SN

Aufgerufen am 26.11.2020 um 12:05 auf https://www.sn.at/snin/gleichstellung-der-frau-noch-in-weiter-ferne-61872715

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