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#55 Sarah Zadrazil:"Fußball sollte ein Aushängeschild für Vielfalt, Toleranz und Diversity sein"

Der Fußball befindet sich im Wandel. ÖFB-Teamspielerin Sarah Zadrazil begrüßt das, denn er ist auch zugunsten der Frauen im Fußballsport. Im Podcast erzählt sie, wieso man Frauen-Fußball trotzdem nicht mit Männer-Fußball vergleichen kann.

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Podcast Stephanie Rausch
Sarah Zadrazil sieht eine positive Entwicklung für Frauen im Fußball. SN/stephanie rausch
Sarah Zadrazil sieht eine positive Entwicklung für Frauen im Fußball.

Die Fußball-Europameisterschaft 2021 ist aus vielerlei Gründen eine besondere. Da wäre einmal die Austragung eines internationalen Turniers während einer Pandemie. Außerdem steht Österreichs Nationalmannschaft erstmals im Achtelfinale einer EM. Und: Zum allerersten Mal kommentiert eine Frau EM-Spiele der Männer. Anna-Theresa Lallitsch erntet dafür viel Zuspruch, es hagelte aber auch Kritik. ÖFB-Teamspielerin Sarah Zadrazil, die seit 2020 beim FC Bayern München kickt, verfolgt die EM der Männer dieses Jahr genauso gespannt wie Spiele der Frauen. Für sie macht es keinen Unterschied, ob eine Frau oder ein Mann kommentiert. "Fachwissen ist Fachwissen."

Mit Bayern München holte Zadrazil ihren ersten Meistertitel. SN/AP
Mit Bayern München holte Zadrazil ihren ersten Meistertitel.

Die Geschlechterfrage und auch jene nach Toleranz sind im Fußballsport größer denn je. Umso höher waren die Wellen, die die Entscheidung der UEFA, die Allianz-Arena in München nicht in Regenbogenfarben erstrahlen zu lassen, geschlagen hat. Zadrazil stellt sich wie viele ihrer Kolleginnen und Kollegen im Sport hinter die Spieler. "Man sieht ganz klar, dass die Spieler mit den Kapitänsbinden und T-Shirts in Regenbogenfarben ein Zeichen setzen wollten. Ich finde es schade, dass die UEFA so ein Statement gegeben hat", sagt die 28-Jährige aus St. Gilgen. "Fußball sollte ein Aushängeschild für Vielfalt, Toleranz und Diversity sein. Es ist eine gute Plattform, um das zu vermitteln und der Gesellschaft zu zeigen: So sollte man eigentlich leben." Trotzdem solle das Hauptaugenmerk bei einer EM immer noch auf dem Fußball liegen.

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