Die gefragte Frau Alle Episoden ...

#17 MeToo und Bodyshaming: Dirigentin Fuchs über Macht, Moral und Männer in der Kultur

Seit vielen Jahren arbeitet sie in einer männerdominierten Szene. Elisabeth Fuchs ist Chefdirigentin der Philharmonie Salzburg. In der Debatte rund um #MeToo zieht sie scharfe Trennlinien zwischen Kunst und Künstler. Und sie erzählt, warum ihr Diskussionen rund um Äußerlichkeiten im Laufe ihrer Karriere nichts anhaben konnten.

Autorenbild
Die gefragte Frau Sabrina Glas
Chefdirigentin der Salzburger Philharmonie, Elisabeth Fuchs. SN/www.neumayr.cc
Chefdirigentin der Salzburger Philharmonie, Elisabeth Fuchs.

Als sie die "Salzburger Nachrichten" zum Podcast-Gespräch in ihrer Küche im Salzburger Stadtteil Leopoldskron empfängt, hallt der Wirbel wegen #MeToo-Vorwürfen gegen Startenor Placido Domingo noch nach, die Solidaritätsdebatte rund um die amerikanische Sopranistin Kathryn Lewek ist noch nicht ganz verklungen. Die Sängerin Lewek machte harsche Kritik an ihrem Körper öffentlich.
Wie sieht das eine Frau, die seit 20 Jahren erfolgreich in einem Salzburger Kulturbetrieb arbeitet? Wie sind die Machtgefüge da gestrickt?

In der Debatte um Machtmissbrauch müsse man unterscheiden, sagt sie. Und dabei sei es egal, ob es ein Gustav Kuhn oder Placido Domingo sei, denen sexueller Missbrauch vorgeworfen wurde oder ein Richard Wagner, dem antisemitische Züge nachgesagt wurden. Es gehe um die Trennlinie zwischen dem künstlerischen Werk einer Person und Privatangelegenheiten. "Bei Richard Wagner wäre es Missbrauch, ihn nicht zu spielen."

Im SN-Podcast "Die gefragte Frau" wägt sie gesellschaftlich Zumutbares ab, filtert Personen aus einer Decke an Vorwürfen. Und kommt zu dem Schluss: "Wenn nur Gerüchte kursieren, gilt die Unschuldsvermutung."

Den Podcast "Die gefragte Frau" hören Sie auf allen gängigen Streaming-Plattformen (Deezer, Spotify, iTunes & Co.) sowie hier auf SN.at!

Aufgerufen am 16.09.2019 um 09:48 auf https://www.sn.at/snin/podcast/die-gefragte-frau-17-metoo-und-bodyshaming-dirigentin-fuchs-ueber-macht-moral-und-maenner-in-der-kultur-76019500

Kommentare

Schlagzeilen