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#28 Führen Frauen besser?

Karin Bitterli ist eine von drei Chefinnen des Salzburger Toihaus-Theaters. Die Schweizerin spricht in einer neuen Podcast-Folge über weibliche Führungskräfte, das Bild der "guten Mutter"und sie erklärt, was sie an den Österreicherinnen und Österreichern so sympathisch findet.

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Die gefragte Frau Katharina Maier
Karin Bitterli ist Schweizerin und lebt seit zweieinhalb Jahren in Salzburg. SN/ ela grieshaber
Karin Bitterli ist Schweizerin und lebt seit zweieinhalb Jahren in Salzburg.

Für Karin Bitterli können die Dinge nicht schnell genug gehen: "Ich mag Veränderungen und ich mag es, wenn etwas los ist", sagt sie. In ihrem Lebenslauf spiegelt sich ihr Hang zur Geschwindigkeit wider: Die gebürtige Schweizerin hat schon in verschiedenen Ländern im Kultur- und Filmbereich gearbeitet. Seit zweieinhalb Jahren ist sie in Salzburg und hat hier die administrative Leitung des Toihaus-Theaters inne. Mittlerweile hat sie sich gut eingelebt: "Ich finde die Leute sind sehr herzlich", sagt sie im Podcast. "Ein Unterschied zwischen Österreichern und Schweizern ist, dass man hier in Österreich so gut mit den Menschen Plaudern kann. Die Schweizer machen das nicht. Wenn man dort in der Supermarktschlange mit jemanden zum Quatschen anfängt, schauen die Leute einen komisch an."

"Man sollte wegen der Familie kein schlechtes Gewissen im Job haben müssen"

Karin Bitterli ist eine von drei Chefinnen im Toihaus-Theater. Sie kümmert sich um die administrative Leitung, ihre beiden Kolleginnen Cornelia Böhnisch und Katharina Schrott sind für die künstlerische Leitung verantwortlich. Alle drei haben kleine Kinder - das verändert nicht nur den Berufsalltag, sondern auch den Führungsstil, sagt Bitterli: "Wer Familie hat, der weiß, es gibt Momente, wo man Zuhause sein muss und will. Wir teilen uns die Verantwortung, das ist ein großer Vorteil." Frauen in Führungspositionen würden Platz für andere Themen ermöglichen: "Die Familienfrage spielt bei uns im gesamten Team eine große Rolle. Ich finde es wichtig, dass man gegenseitiges Verständnis aufbaut. Man sollte kein schlechtes Gewissen haben müssen, wenn man wegen einer Familiensache einen Termin verschieben muss."

Wie versuchen Karin Bitterli und ihr Team konkret, den Arbeitsalltag familienfreundlich zu gestalten? Und warum haben viele berufstätige Frauen immer noch Angst, keine "gute Mutter" zu sein? Darüber spricht sie in der neuen Folge des Podcasts "Die gefragte Frau". Jetzt anhören hier im Player oder auf Spotify, Deezer, iTunes und Co.!

Aufgerufen am 23.10.2020 um 10:33 auf https://www.sn.at/snin/podcast/die-gefragte-frau-28-fuehren-frauen-besser-83683264

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