Ein Sieg wie ein Blitzschlag

Als sich Österreichs Herrenteam gerade mit der Deutung der nächsten Abfahrtspleite zu beschäftigen versuchte, kam der Mann, der alles verändert hat: Max Franz raste mit Nummer 26 zu einem Sieg, der wie ein Befreiungsschlag war - für ihn, für das Team, für die Trainer, für den ganzen ÖSV.

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Sport | Fußball, Eishockey, Skifahren und Co. Michael Smejkal

Seit März 2015 (oder 13 Rennen lang) war man in der Abfahrt sieglos, nun eben Franz. Der Kärntner galt viele Jahre als der Draufgänger, das Supertalent, als der Mann, dem die Zukunft gehört. Doch Franz wurde mittlerweile auch schon 27 Jahre alt, ohne dass sich die angekündigten Erfolge eingestellt hätten. So fuhr Franz daneben immer öfter auch noch sein eigenes Rennen - ein Rennen gegen die sich langsam aufbauenden Vorurteile vom ewigen Talent. Das alles hat er nun weggewischt, in weniger als zwei Minuten sehr vieles umgedreht und neu zusammen gesetzt. War es die Initialzündung, auf die er in seiner ganzen Karriere gewartet hat?

Das würden sich auch seine Teamkollegen wünschen. Selbst der geschlagene Aksel Lund Svindal freuet sich zur Abwechslung mit den Österreichern. "Das war ein ganz wichtiger Sieg für die Österreicher." Etwas anders formulierte es Hannes Reichelt. "Ich weiß, dass ich ihn im Training schlagen kann. Das heißt: Ich weiß jetzt auch, was in den nächsten Rennen möglich ist." Wie gesagt: Ein Sieg wie ein Blitzschlag, wie aus dem heiteren Himmel - und vor allem 5 vor 12.

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