Eishockey

0:1 bei Fehervar - Red Bulls Salzburg stolpern mit Pleite in das Play-off

Eishockey: Drückend überlegene Salzburger verlieren bei Fehervar das erste Viertelfinalspiel 0:1 und bringen sich gleich in Zugzwang.

Die Ungarn (blaue Trikots) boten eine beherzte Abwehrschlacht - aber gewannen damit. SN/GEPA pictures
Die Ungarn (blaue Trikots) boten eine beherzte Abwehrschlacht - aber gewannen damit.

Dass im Eishockey das Siegestor nach 16 Spielminuten fällt, das ist selten genug. Doch in diesem Fall war es nicht nur kurios, es war für die unterlegenen Salzburger eigentlich zum Haareraufen: Red Bull Salzburg verlor das erste Viertelfinalspiel bei Fehervar Mittwoch Abend 0:1 (0:1, 0:0, 0:0) - obwohl man ab dieser 16. Minute die dominierende Mannschaft war und auf den Ausgleich gedrängt hat. Mit dieser Niederlage bringt sich Salzburg selbst unter Druck, im Rückspiel am Freitag muss ein Sieg her - mit einem weiteren Ausrutscher und einem 0:2-Rückstand wird die Serie wohl ganz eng werden.

Salzburg-Coach Andreas Brucker hat schon vor dem Spiel eine böse Vorahnung beschlichen. "Ich hoffe, dass wir zu Chancen kommen als zuletzt und dass wir diese auch verwerten können", meinte der Salzburger Coach. Nun ja, zu Chancen sind die Salzburger gekommen: Die Salzburger hatten allein in den ersten zwei Drittel doppelt so viele Torschüsse wie die Ungarn (26:13), doch die kamen mit ihrer Defensivtaktik durch.

Das Spiel begann mit hohem Tempo und Chancen auf beiden Seiten, wobei die Ungarn den vermeintlichen Torreigen eröffnet haben: Der Finne Tero Koskiranta verwertete einen Zuspiel von hinter dem Salzburger Tor mit einem präzisen Schlagschuss in die Kreuzecke, Salzburg-Keeper Steve Michalek war machtlos. Das war es mit dem Offensivgeist der Hausherren, denn mit der Führung stellten die Gastgeber ihr Spiel komplett um - ab dem zweiten Drittel agierte nur mehr Salzburg. Gleich zu Drittelbeginn hatte Matthias Trattnig einen Riesenchance aus dem Slot, Keeper Macmillan Carruth wusste für einen Moment nicht, wo die Scheibe war, doch der Puck blieb Zentimeter vor der Torlinie liegen. Der Ausgleich schien nur eine Frage der Zeit zu sein, Salzburg war im Vorwärtsgang, die Ungarn rührten Beton in der Abwehr an. Doch wie so oft in derartigen Partien gingen die Salzburger zu selten in die Bereiche, wo es gefährlich wird (und weh tut) und am Ende brachten die Ungarn ihren Vorsprung tatsächlich 45 Minuten über die Zeit.

"Wir haben solide gespielt und viel von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Auch Chancen hatten wir genügend. Lediglich die Tore haben gefehlt, sprich die Chancenauswertung muss einfach besser werden. Aber das war erst ein Spiel, die Serie geht zuhause weiter, da wollen wir ausgleichen", meinte Brucker.

Ein bisschen ist es wie in der letztjährigen Finalserie gegen Bozen: Man kann sich nicht vorstellen, dass man die Serie verliert, aber auch das ist passiert.

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