Eishockey

0:6-Desaster - KAC führt Red Bull Salzburg im Volksgarten vor

Eine schwarze Nacht im Volksgarten: Red Bull Salzburg wird beim 0:6 gegen den KAC von diesem in allen Belangen vorgeführt.

Dieser 8. März 2019 wird in die reiche Salzburger Eishockey-Historie eingehen - als einer der schwärzesten Abende, die es für die heimischen Fans jemals zu durchleiden galt. Ausgerechnet gegen den Erzrivalen aus Klagenfurt setzte es ein Debakel, das die meisten der der Zuschauer sprachlos gemacht hat - und das 0:6 fiel nicht einmal zu hoch aus.

Eine Spielerkritik erübrigt sich an diesem Abend, es bleibt nur die Frage zu stellen, wie es dazu kommen konnte und was man in der derzeitigen Situation noch bis zu Beginn der Play-offs am kommenden Mittwoch verändern kann.

Zumindest nahm sich Trainer Andreas Brucker nach der Pleite kein Blatt vor den Mund: "Einige Spieler leben in der Vergangenheit und glauben immer noch, dass wir besser sind als der KAC oder Graz. Das ist nicht der Fall, wir müssen in jedem Spiel alles geben. Wenn wir nur 80 oder 85 Prozent geben, dann wird das so ausgehen wie heute Abend."

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Für den Samstag kündigt er eine harte interne Aussprache an. "Wir werden viele Dinge ganz offen ansprechen. Dieser Auftritt war Red Bull nicht würdig." Das Auswärtsspiel am Sonntag bei den Vienna Capitals wird auch für Brucker "zum Charaktertest".

Augenscheinlich: Viele Legionäre (VandeVelde, Harris, Gazley) sind völlig von der Rolle. Die Salzburger können aktuell nur hoffen, dass sie am Sonntag mit Ende der Pick-Round noch auf Rang vier liegen, denn in der Unform wären sie ein gefundenes Fressen für jedes der Top-drei-Teams.

Nur 5:39 Minuten durfte man an diesem Abend Hoffnung haben, denn die Gastgeber starteten durchaus couragiert - doch dann fuhr Nick Petersen eine Solo durch die staunende Salzburger Hintermannschaft und netzte zum 1:0 für die Rotjacken ein. Fortan zerfiel das Spiel der Salzburger in alle Einzelteile, man verlor fast jeden Zweikampf, wirkte völlig verunsichert - und war bislang die Chancenverwertung ein Manko, so war das an diesem Abend ausnahmsweise nicht der Fall: denn Salzburg fand gar keine Chancen mehr vor.

Nach dem 0:4 nach 24 Minuten nahm Trainer Andreas Brucker eine Auszeit und wechselte als Symbolakt den Keeper (Michalek kam für Herzog). Nach dem 0:5 (31.) verließen die ersten Zuschauer das Stadion - unter den Hohngesängen der zahlreichen KAC-Fans.

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