Eishockey

5:1 gegen Bozen - schon der erste Schuss der Salzburger in dieser Eishockeysaison saß

Red Bull Salzburg deklassierte am Freitag zum Saisonauftakt Bozen auch in der Höhe verdient mit 5:1.

EC Red Bull Salzburg feiert das 1:2 durch Chad Kolarik (EC Red Bull Salzburg) am Freitag, 13. September 2019, während der 1. Runde der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) zwischen HCB Südtirol und EC Red Bull Salzburg in Bozen. SN/APA/EXPA/JOHANN GRODER
EC Red Bull Salzburg feiert das 1:2 durch Chad Kolarik (EC Red Bull Salzburg) am Freitag, 13. September 2019, während der 1. Runde der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) zwischen HCB Südtirol und EC Red Bull Salzburg in Bozen.

Das nennt man einen Start in die Liga: Mit dem ersten Schuss der Saison ging Red Bull Salzburg am Freitag in Bozen auch schon in Führung. Chad Kolarik fischte Tim Daly den Puck vom Schläger, zog ab - und traf nach nur 45 Sekunden ins Kreuzeck. In der Tonart hätte es weiter gehen können, Herburger, Raffl und Rauchenwald vergaben zum Teil aus kürzester Distanz mehrere hundertprozentige Chancen, während die Gastgeber von Beginn an sichtlich Mühe hatten, das Tempo der Salzburger mitzugehen.

Fast nur in Richtung Bozener Tor ging es auch zu Beginn des zweiten Drittels weiter. Kolarik, der schon in der ersten Saisonpartie der auffälligste Salzburger war, hatte in der 26. Minute mit einem Solo das 2:0 am Schläger, der überragende Bozen-Schussmann Leland Irving hielt aber wie so oft. Bozen war nur gefährlich, wenn man Powerplay hatte. Die bekannt kleinlich pfeifenden Thomas Berneker und Ulrich Pardatscher gaben den Südtirolern im Mitteldrittel gleich drei Mal die Gelegenheit diese Kunst zu zeigen - und der letztjährige AHL-Topscorer Colton Hargrove (Texas Stars) stocherte in der 30. Minute ins Tor.

20 Sekunden waren im Mitteldrittel noch zu spielen, als Salzburg ein Powerplay zugesprochen bekam, Bud Holloway bediente im Powerplay Chad Kolarik - und acht Sekunden vor der zweiten Sirene stand es 2:1. Was dem Spiel jetzt noch fehlte war Härte - und die kam im Schlussdrittel. Erstaunlich frech dabei: Yannic Pilloni bei seinem Erstliga-Debüt. Für einen harten Check bekam er ein Revanchefoul, einen Check von zwei Gegenspielern an der Bande, den er schulterzuckend weggesteckt hat. Die aufkommenden Emotionen bremste John Hughes mit dem 3:1 (48.) ein. Feldner (52.) und Hughes (58.) sicherten den Salzburgern letztendlich einen verdienten 5:1-Sieg.

Eine berührende Szene spielte sich nach Spielschluss ab: Coach Matt McIlvane schnappte sich den Puck, mit dem er sein erstes Spiel als Head Coach gewonnen hat, und schenkte diesen seinem Vater. "Er hat mich immer unterstützt, ihm gebührt der Puck." Über seine Mannschaft hatte er nur lobende Worte: "Ich bin stolz auf dieses Team." Erfreulich die Leistung der jüngeren Spieler, die heuer deutlich mehr gefordert sind - vor allem der Block um Mario Huber, Flo Baltram und Nico Feldner hatte viele gute Szenen und man traute sich auch etwas zu. Weiter geht es am Sonntag in Dornbirn, das in Innsbruck mit 2:1 gewann.
EBEL - Freitag (1. Runde): Bozen - Salzburg 1:5 (0:1, 1:1, 0:3). Tore: Hargrove (30.) bzw. Kolarik (1., 40./PP), Hughes (48.), Feldner (52.), Heinrich (58.). KAC - Fehervar 5:0 (1:0, 3:0, 1:0), Graz - Vienna Capitals 2:1 n.V. (0:0, 0:0, 1:1), Innsbruck - Dornbirn 1:2 n.V. (0:1, 0:0, 1:0). Sonntag (2. Runde): Dornbirn - Salzburg, Fehervar - Linz, Vienna Capitals - KAC, VSV - Bozen, Znaim - Graz (alle 17.30 Uhr).


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