Eishockey

Bader hofft im WM-Finish auf bessere Torhüter-Leistungen

Fehler in der Defensive und eine suboptimale Torhüterleistung haben Österreichs Nationalteam am Freitag gegen Norwegen um die Früchte der Arbeit gebracht. Nach dem 3:5 im ersten Schlüsselspiel um den Klassenerhalt zeigte sich Teamchef Roger Bader vor allem mit Bernhard Starkbaum im Tor unzufrieden. David Kickert wird allerdings wohl nicht mehr zur Verfügung stehen.

Bernhard Starkbaum machte gegen Norwegen nicht immer gute Figur SN/APA (AFP)/VLADIMIR SIMICEK
Bernhard Starkbaum machte gegen Norwegen nicht immer gute Figur

Keiner der drei österreichischen Teamtorhüter (Kickert, Starkbaum, Lukas Herzog) ist bei seinem Club die Nummer eins, sondern musste sich in dieser Saison hinter einem Legionär anstellen. Bader monierte das bereits in der Vorbereitung, in der sich Kickert den Platz als Einser-Torhüter für die WM holte.

Der 25-Jährige, der in der kommenden Saison Stammtorhüter bei den Black Wings Linz sein soll, hat sich am Donnerstag eine Muskelverletzung zugezogen, fiel daher aus und wird für die ausstehenden Spielen gegen Tschechien (Sonntag) und Italien (Montag) wohl nicht mehr fit.

Kickert wäre für das Norwegen-Spiel eingeplant gewesen, sein Ersatz Starkbaum kassierte bereits mit dem zweiten Torschuss einen Treffer. "Kickert war vorgesehen, leider ging das nicht. Es war sicher nicht das beste Spiel aus Sicht des Torhüters", sagte Bader nach dem Match und legte nach. "Wir brauchen eine Torhüterleistungen über 90 Prozent (gehaltener Schüsse), das ist Fakt. Das hatten wir noch in keinem Spiel hier. Es ist nicht fair, das allein auf den Torhüter zu setzen, aber es war sicher ein Faktum. Ganz klar", erklärte der Schweizer.

Starkbaum, der bei 82.35 Prozent hält, wurde teils von seinen Vorderleuten auch im Stich gelassen. "Die Defensivarbeit müssen wir verbessern, wir geben die Gegentore zu leicht her. Da müssen wir kompakter spielen", gab sich Verteidiger Dominique Heinrich selbstkritisch.

"Das sind Eigenfehler, die nicht passieren dürfen", kritisierte Konstantin Komarek und schloss sich mit zwei Patzern gleich mit ein. "Wir machen in den wichtigen Phasen zu viele Fehler, das kann man auf diesem Niveau nicht machen. Drei Tore in so einem Spiel ist recht gut, da solltest du ein Eishockey-Spiel gewinnen, mehr als zwei sollst du nicht bekommen. Wenn wir unsere Defensivleistung so machen, wie wir das besprochen haben, hätten wir heute drei Punkte gemacht", ärgerte er sich.

Quelle: APA

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