Eishockey

Capitals und Salzburg wollen Favoritenrolle gerecht werden

Nach langem Vorgeplänkel biegt die Erste Bank Eishockey Liga am Sonntag mit dem Play-off-Auftakt in die Zielgerade ein. Die Vienna Capitals gelten gegen Innsbruck genauso als klarer Favorit wie Titelverteidiger Salzburg gegen Graz. Offener sollte es in den Duellen von Linz mit Bozen und Klagenfurt mit Znojmo zugehen.

Die Play offs beginnen am Sonntag.  SN/APA/EXPA/JOHANN GRODER
Die Play offs beginnen am Sonntag.

Die Capitals sind nach starken Vorleistungen bestens gerüstet für den Heimauftakt gegen die Tiroler, die man zum Abschluss der Zwischenrunde am Dienstag 3:1 besiegt hat. Andreas Nödl warnte aber trotz der klaren Vorzeichen (fünf Siege in sechs Saisonduellen) vor Überheblichkeit. "Innsbruck ist offensiv brutal stark. Es gilt darauf aufzupassen, wenig Strafen zu nehmen. Gleichzeitig müssen wir auch unsere Stärken ausspielen. Also eine solide Defensive, harter Körpereinsatz und die Scheibe schnell von hinten rausspielen, mit Tempo vor das Tor kommen und mit zwei, drei Pässen den Abschluss suchen."

Trainer Serge Aubin brennt bereits auf die entscheidende Meisterschaftsphase. "Es beginnt wieder alles bei Null. Ich werde versuchen, alle Informationen so aufzusaugen, dass sie zu unserem Vorteil sind. Wir sind bereit", betonte der Caps-Coach vor der für ihn "unterhaltsamsten Zeit des Jahres".

Meister Salzburg empfängt die gerade noch ins Play-off gerutschten Graz 99ers. "Die Vorfreude ist sehr groß, dafür haben wir das ganze Jahr gearbeitet. Jetzt geht es darum, dass wir unser Bestes geben, wenn wir es am meisten brauchen", sagte Trainer Greg Poss. Seine Mannen seien zuletzt besser und stabiler geworden. "Jede Reihe ist gefährlich. Graz ist aber auch sehr stark, sie haben sehr viele gute Einzelspieler."

Einer seiner Schlüsselakteure ist der in Graz groß gewordene Matthias Trattnig: "Wir haben gegen sie noch nie Play-off gespielt, das ist was Neues und sicherlich interessanter als zum dritten Mal in Folge gegen Klagenfurt oder Villach zu spielen. Ich stelle mich darauf ein, dass es eine lange und sehr harte Serie wird", meinte der Salzburger Kapitän.

Linz bekommt es wie in den vergangenen beiden Jahren, als sich die Black Wings jeweils knapp durchsetzten, mit dem HCB Südtirol zu tun. Im direkten Saisonvergleich steht es 4:2 für die Linzer. Ihre aktuelle Formkurve zeigt aber nach unten, in der Schlussphase der Zwischenrunde setzte es vier Niederlagen in Serie.

Rekordchampion KAC will hingegen den Schwung von acht Siegen in zehn Runden der Zwischenrunde mitnehmen. "Wir hatten eine sehr starke Phase jetzt. Natürlich wollen wir diese Form halten", meinte KAC-Sport-Manager Dieter Kalt vor der ersten Heimpartie gegen den Vizemeister aus Tschechien.

Quelle: APA

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