Eishockey

Caps-Coach Aubin vor der Zwischenrunde stolz auf sein Team

Mit einem Punkterekord haben die Vienna Capitals die erste Phase der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) abgeschlossen. Die 98 Zähler sind im Grunddurchgang einmalig, doch dieser Rekord ist ab Freitag wenig wert, gehen die Capitals doch nur mit sechs Bonuspunkten in die Pick-Round der Zwischenrunde. Spannung verspricht vor allem die Qualifikationsrunde.

Aubin hofft mit seiner Mannschaft auf noch größere Erfolge.  SN/APA/HERBERT NEUBAUER
Aubin hofft mit seiner Mannschaft auf noch größere Erfolge.

Die Capitals (6 Bonuspunkte), Titelverteidiger Red Bull Salzburg (4), Black Wings Linz (2), HCB Südtirol (1), HC Innsbruck und KAC (je 0) haben ihren Platz im Viertelfinale (ab 26. Februar) schon sicher und spielen in der Pick-Round nur die Reihenfolge aus, in der sich die Clubs nach der Zwischenrunde die Gegner für die K.o.-Phase aussuchen können. Die Brisanz der zehn bevorstehenden Runden ist in der oberen Zwischenrunde gering, die Caps wollen aber ihren Lauf beibehalten und ihre Rolle als Titelfavorit bestätigen.

"Ich bin stolz auf die gesamte Saison, die die Jungs gespielt haben, und blicke nach vorne", meinte Trainer Serge Aubin. Der ehemalige NHL-Spieler hat die Wiener im Sommer übernommen und die umgebaute Mannschaft (je acht Legionäre wurden abgegeben bzw. neu verpflichtet) zum bisher besten und konstantesten Team geformt. Stolz verweisen die Caps auch darauf, dass zwölf Wiener Spieler, darunter acht Eigenbau-Spieler, dem Kader angehören.

"Wir waren einfach sehr konstant über das gesamte Jahr, das spricht auch sehr für den Charakter, den wir in der Kabine haben. So wie die Jungs spielen, so stehen wir dann natürlich auch da. Wir waren immer sehr bodenständig, wir arbeiten sehr hart und nehmen den Kopf nie zu hoch, das ist sehr wichtig", erklärte der 41-jährige Kanadier.

Zurückhaltend bleibt auch Franz Kalla. "Das ist zwar eine erfreuliche Zwischensituation, aber wir wissen, dass wir heuer noch nicht alles erreicht haben, was wir erreichen wollen. Wir wissen, dass es in den Play-offs sehr schnell gehen kann, ein paar Verletzungen und schon kann es in die andere Richtung gehen", sagte der Club-Vizepräsident gegenüber Sky. Torhüter J.P. Lamoureux, einer der neuen Erfolgsgaranten, lässt aber keine Zweifel: "Mein großes Ziel ist der Titel, deswegen bin ich auch nach Wien gekommen."

Die Capitals starten am Freitag mit dem Heimspiel gegen den KAC in die Pick-Round. Die Klagenfurter haben erstmals seit 2013 die obere Zwischenrunde und damit gleich bei erster Gelegenheit das Viertelfinal-Ticket gelöst. Im Parallel-Spiel haben die Black Wings Bozen zu Gast, Meister Salzburg startet erst am Sonntag. Die Partie gegen die Innsbrucker Haie, die erstmals seit der Saison 2008/09 die K.o.-Runde erreicht haben, wird am 24. Jänner nachgetragen.

Mehr Spannung als die obere Zwischenrunde verspricht die Qualifikationsrunde der Clubs, die den Grunddurchgang auf den Plätzen 7 bis 12 beendet haben. Die sechs Vereine spielen sich bis 21. Februar die letzten zwei Plätze für das Viertelfinale aus. Der VSV (6 Bonuspunkte), der das fünfte Viertelfinale in Serie anpeilt, und die Graz 99ers (4), die erstmals seit vier Jahren wieder dabei sein wollen, gehen mit einem kleinen Vorsprung in das Rennen. Vizemeister Znojmo (2), Dornbirn (1), Fehervar und Ljubljana (je 0) haben aber auch noch Chancen.

Quelle: APA

Aufgerufen am 23.09.2018 um 12:25 auf https://www.sn.at/sport/eishockey/caps-coach-aubin-vor-der-zwischenrunde-stolz-auf-sein-team-524893

Schlagzeilen