EC Red Bull Salzburg

Schlussfurioso nach zwei Dritteln Ratlosigkeit

Mit einem 5:4 gegen Fehérvár führen die Red Bulls im Viertelfinale nun 3:1. Kapitän Trattnig hat's wieder gerichtet.

Am Ende jubelten doch wieder die Salzburger. SN/GEPA pictures
Am Ende jubelten doch wieder die Salzburger.

Das Momentum des Auswärtssieges in Stuhlweißenburg mitnehmen und die Serienführung ausbauen wollten die Red Bulls in Spiel vier des Viertelfinales gegen Fehérvár Dienstagabend. Das gelang auch mit einem 5:4-Sieg, doch die 2500 Fans wurden auf die Folter gespannt. Zwei Drittel war Salzburg nicht zum Anschauen und "bot das schlechteste Eishockey dieser Saison", wie der Kapitän nüchtern bemerkte. Und es war auch Matthias Trattnig einen Monat vor seinem 40er selbst, der fünf Minuten vor dem Ende den 5:4-Erfolg und die 3:1-Führung im Best of seven fixierte.

Zuvor aber waren die Red Bulls völlig von der Rolle, gingen im Mittelabschnitt fast unter und schenkten den Gästen die Tore zur 4:2-Führung. "Dann nahmen wir uns vor, wieder eiszulaufen und als Team aufzutreten, was auch gelang", erklärte Trattnig den Umschwung. Headcoach Andreas Brucker meinte: "Wir waren nach Harris' Verletzung gezwungen umzustellen." Doch auch die Einstellung war in den letzten 20 Minuten eine ganz andere. Brucker: "Wir haben endlich gekämpft und die Scheibe kontrolliert." Dass Herburger schon 47 Sekunden nach Beginn des Schlussdrittels das 3:4 und Huber bald darauf der Ausgleich gelang, gab den Bullen Auftrieb - obwohl Fehérvár nie nachließ oder gar aufsteckte. Drum wusste auch Brucker: "Sie wollten heute die Serie wieder drehen und werden das auch am Freitag versuchen. Wir sind gewarnt." Freitag soll Brant Harris (Oberkörperblessur) wie Dominique Heinrich wieder dabei sein.

EBEL-Champion Bozen vermied mit einem 4:2-Heimsieg gegen den KAC das frühe Aus. Wie die Klagenfurter und die Red Bulls liegen auch die Vienna Capitals (4:2 in Znaim nach 0:2-Rückstand) und die Grazer 99ers (5:2 in Linz) in ihren Serien 3:1 voran. Statistisches Plus für Salzburg: seit Einführung der Picks überstand noch kein viertgereihtes Team (diesmal Fehérvár) das Viertelfinale.

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