Eishockey

Eisbären haben wieder Hunger

Neuer Vorstand, starkes Team - und 2023 Rückkehr in die oberste Liga?

Vizekapitän Fabian Scholz, Goalie Patrick Machreich und der schwedische Top-Legionär Fredrik Widen (v.l.) wollen mit Zell am See hoch hinaus. SN/ek zeller eisbären
Vizekapitän Fabian Scholz, Goalie Patrick Machreich und der schwedische Top-Legionär Fredrik Widen (v.l.) wollen mit Zell am See hoch hinaus.

Selbstbewusst und regional verwurzelt - so kann man den Auftritt des EK Zell am See unter dem seit Juni neu agierenden Vorstand beschreiben. Selbstbewusst sind auch die Ziele: "Wir verfolgen einen Strategieplan bis 2023. Bis dahin sollen das Zeller Eishockey, die Finanzen und die Infrastruktur auf einem ganz anderen Niveau stehen", sagt der neue Obmann Christian Wörister, im Zivilberuf Geschäftsführer des Nationalparkzentrums Hohe Tauern. Wie weit hinauf soll und kann es gehen? "Im Idealfall bis ganz nach oben. Also auch zurück in die Erste Bank Liga."

Für die kommende Saison hat man noch etwas bescheidenere Ziele: Man will die Position als Sportverein Nummer eins im Pinzgau untermauern. "Eishockey soll wieder zum Event im Pinzgau werden", sagt Wörister, der sich einen Schnitt von 1000 Besuchern pro Match erhofft. Das Budget wurde auf 600.000 Euro aufgestockt, die Mannschaft besteht zur Hälfte aus Profis. Neu sind einige namhafte Spieler: Louke Oakley war in Rießersee (DEL 2) Topscorer, Peter LeBlanc hat mit den Washington Capitals in der NHL gespielt, dazu kam Daniel Nageler (spielte viele Jahre bei den Vienna Capitals). "Von LeBlanc und Oakley erwarte ich mir die Tore, Nageler ist ein echtes Arbeitstier", meinte Trainer Dieter Werfring, der sich an seine frühen Tage in Zell erinnert: "Als ich mit 21 Jahren von Wien hierher gewechselt bin, hatten wir 1800 Zuseher pro Partie. Da müssen wir wieder hin." Auch den Zuschauern soll mehr geboten werden, die 1989 errichtete Halle soll schrittweise modernisiert werden, der VIP-Club (mit 100 Plätzen bereits fast ausverkauft) soll aufgestockt werden. "Die Pläne liegen allesamt bei der Gemeinde, die ist wohlwollend", meint Wörister.

Dass im Gegenzug auch die Erwartungen wachsen, das wissen auch Trainer und Vorstand. "Die Play-offs sind unser Ziel", sagt Werfring und wird von Verteidiger Fabian Scholz gleich korrigiert. "Die Play-offs sind nicht ein Ziel, sie sind ein Muss." Man sieht: Nach jedem Winterschlaf wachen Eisbären hungrig auf.

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