Eishockey

Eisbullen erlösten sich im Penaltyschießen

Red Bull Salzburg lag bei den Vienna Capitals schon mit 2:0 und 3:2 in Führung, ließ den Tabellenführer aber immer wieder zurückkommen.

Auch Peter Hochkofler wusste: Das war wieder knapp.  SN/gepa
Auch Peter Hochkofler wusste: Das war wieder knapp.

Im Eishockey-Klassiker bei den Vienna Capitals wollten die Salzburger Eisbullen zeigen, dass sie nicht nur in der Champions League, sondern auch in der heimischen Liga voll an ihre Grenzen gehen können. Entsprechend motiviert traten sie gegen den Tabellenführer auf. Letztlich setzten sich die Salzburger aber erst nach Penaltyschießen mit 4:3 durch.

Ihren Einsatzwillen mussten die Bullen schon früh in einem starken Powerplay der Hausherren unter Beweis stellen. Kaum war die Unterzahl ohne Gegentor überstanden, drückte man die Wiener in ihr Verteidigungsdrittel. Einem Tor am nächsten kamen vorerst aber die Capitals durch einen Lattenschuss von Benjamin Nissner (8.). Als die Wiener wieder besser ins Spiel kamen, schlug Salzburg doppelt zu. Erst traf Peter Hochkofler traf nach einem schönen Solo zur 1:0-Führung (17.), knapp drei Minuten später legte Raphael Herburger nach Pass von Brant Haris nach.

Die 2:0-Pausenführung hielt aber nicht lange. Nur 15 Sekunden nach Wiederbeginn traf Wiens Christopher DeSousa nach einem Rebound zum 1:2. Danach übernahmen die Gastgeber sukzessive das Kommando und zwangen die Salzburger, sich vermehrt auf die Defensivarbeit zu konzentrieren. Der Ausgleich war aber nicht zu verhindern. Matthew Clark traf mit einem Distanzschuss von der rechten Seite (Brent Regners Schläger war noch dazwischen) unter die Latte (31.). Die Salzburger Offensivbemühungen blieben dagegen bis zur Pausensirene fruchtlos.

Im Schlussabschnitt präsentierten sich die Bullen wieder stärker und gingen folgerichtig in der 43. Minute erneut in Führung: Alexander Cijan setzte sich in einem Gestocher vor dem Capitals-Tor entscheidend durch. Aber auch die Wiener gaben sich noch längst nicht geschlagen und nutzten schließlich ein Powerplay zum Ausgleich (52.). Wenig später hatten die Capitals sogar den Führungstreffer auf dem Schläger, aber Goalie Steve Michalek ließ sich im Duell mit dem frei stehenden Peter Schneider nicht überraschen.

In der Verlängerung hatten dann wieder die Salzburger die größte Chance auf den Sieg. Alexander Rauchenwald scheiterte aber an der Latte. So musste die Entscheidung im Penaltyschießen fallen. Dort traf für Salzburg erst Thomas Raffl, den fünften und entscheidenden Penalty verwandelte Ryan Duncan.

"Dieser Sieg in Wien direkt im Anschluss an das CHL-Spiel in München war enorm wichtig. Nun können wir weiter nach vorn schauen und uns voll auf die nächste Aufgabe am Sonntag gegen Linz konzentrieren", sagte Coach Greg Poss erleichtert.

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