Eishockey

Eishockey: Brant Harris schießt Red Bull Salzburg ins Glück

Mit einer Klasseleistung holt Salzburg in Bern nach 60 Minuten ein 1:1 und steht im Achtelfinale der Eishockey-Champions-League.

Brant Harris bezwingt den Schweizer Teamkeeper Leonardo Genoni − das war am Ende der Aufstieg.  SN/GEPA pictures
Brant Harris bezwingt den Schweizer Teamkeeper Leonardo Genoni − das war am Ende der Aufstieg.

Liga-Alltag und Eishockey-Champions-League − für Österreichs Meister Red Bull Salzburg sind das zwei Paar Schuhe. Die Salzburger holten Mittwochabend in Bern vor 13.715 Zusehern das für den Aufstieg ins Achtelfinale nötige Unentschieden und verloren nach überragender Leistung erst ein episches Penaltyschießen mit 1:2. Damit belohnt sich Salzburg sogar mit einem Endspiel am kommenden Mittwoch im Volksgarten: Gewinnt man da das Rückspiel nach 60 Minuten, ist man Gruppenerster und wird gegen einen Tabellen-Zweiten gelost.

Der Mann des Abends aus Salzburger Sicht war in Bern eindeutig Brant Harris. Der Stürmer, der zuletzt wegen einer Oberschenkelblessur ausgefallen war, wurde rechtzeitig fit und in Minute 40 zum Vater des Aufstiegs: Einen Traumpass von Daniel Jakubitzka verwertete er aus kurzer Distanz gegen den Schweizer Teamkeeper Leonardo Genoni zur 1:0-Führung. "Es ging so schnell, dass ich nur versucht habe, den Puck auf das Tor zu bringen, und er war drinnen", meinte Harris. "Aber es waren 60 sehr harte Minuten."

Vor den Augen von Österreichs aus der Schweiz stammendem Teamchef Roger Bader begann Red Bull Salzburg dort, wo man in der Champions Hockey League aufgehört hat: selbstbewusst und im Vorwärtsgang. Drittel eins gehörte eindeutig Salzburg, die Mannschaft erarbeitete sich einige, aber nicht wirklich zwingende Chancen. Ab dem zweiten Drittel legten die Gastgeber los, Salzburg-Keeper Steve Michalek hatte im wahrsten Sinne des Wortes alle Hände voll zu tun hatte. Der Schlussabschnitt wurde für Salzburg zu einer einzigen Abwehrschlacht, aber Michalek (bisher nicht immer sattelfest) hatte einen starken Auftritt und wirkte sehr souverän. Nur in der 53. Minute musste er sich geschlagen geben: Sloweniens Teamkapitän Jan Muršak stocherte den Puck über die Linie. Doch just Michalek machte es im Finish mit einer unnötigen Zwei-Minuten-Strafe wegen Spielverzögerung noch einmal spannend − aber er bügelte seinen Fehler mit zwei tollen Paraden aus. In der Verlängerung vergaben Ryan Duncan und Brant Harris den Salzburger Sieg, den entscheidenden Penalty verwertete Gaëtan Haas.

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