Eishockey

Eishockey: Der KAC ist heuer bei den Eisbullen ein gern gesehener Gast

Salzburg gewinnt auch den dritten Saisonvergleich mit dem KAC, diesmal mit 3:2. Beiden merkte man das Fehlen vieler Stammkräfte an.

Brant Harris (23) stocherte seine eigene Vorlage zum 2:1 ins Tor – schon sein elftes Saisontor. SN/gepa pictures
Brant Harris (23) stocherte seine eigene Vorlage zum 2:1 ins Tor – schon sein elftes Saisontor.

Zwölf Siege aus vierzehn Spielen und damit Rang zwei - das war die beeindruckende Bilanz, mit der der KAC nach Salzburg gekommen ist. Doch in Salzburg gibt es für den KAC in dieser Saison wenig zu erben: Auch das dritte Saisonduell ging an die Salzburger, nach dem 6:3 und dem 3:0 gab es nun einen 3:2-Heimsieg.

Beide Teams mussten aber so viele Spieler vorgeben, dass man daraus eine Mannschaft formen könnte, die in der Liga um den Titel mitspielt: Bei Salzburg fehlten Rauchenwald (das auch noch mindestens zwei Wochen nach Bänderriss), Generous, Trattnig, Heinrich und Herburger, der KAC musste Lundmark, Koch, Regehr, Schumnig (musste nach dem Aufwärmen w. o. geben) und Neal vorgeben.

Das merkte man dem Spiel an: Es fehlte lange an Klasse, Feuer und Emotion. Nur selten gab es wohl ein Duell dieser beiden Erzrivalen, das so wenig Zündstoff geliefert hat wie dieses Spiel.

Für Salzburg begann aber auch diese Partie wie ein altes Drehbuch: Erst ein starker Anfang mit einer hoch verdienten Führung zur richtigen Zeit (Alexander Pallestrang hämmerte den Puck im ersten Powerplay in die Maschen/5.), doch das 2:0 wollte auch diesmal nicht fallen. Peter Mueller (10.) und Bobby Raymond (12.) vergaben allein vor KAC-Keeper Daniel Madlener. Was dann kam, war leider auch vorhersehbar: Kevin Kapstad traf wie aus dem Nichts zum 1:1 (15.). Dabei musste der KAC-Verteidiger gar nichts tun: Pallestrang traf ihn bei seinem Rettungsversuch am Fuß.

Wie so oft brachte der Ausgleich Salzburg aus dem Tritt und es folgte ein Mitteldrittel, in dem beide Teams mit sich selbst mehr beschäftigt waren als mit dem Gegner. Für einen seltenen Höhepunkt sorgte da Bernd Starkbaum: Dieser wehrte einen KAC-Konter ab, bei dem zwei Gegner allein auf ihn zuliefen, Johannes Bischofberger scheiterte an Starkbaums Schoner und Intuition.

Für die spielerischen Glanzpunkte sorgten einmal mehr Rob Schremp und Peter Mueller. Nur: Es kam viel zu lange nichts heraus. Mueller hatte an diesem Abend nicht gerade das Glück gepachtet. Er scheiterte mehrmals frei stehend an dem starken Keeper Madlener sowie in der 47. und 55. Minute jeweils an der Stange. Seine direkten Nebenleute machten es besser: Brant Harris gelang das 2:1, indem er seine eigene Vorlage ins Tor stocherte, dann traf in einer Art Bestschießen auf das KAC-Tor endlich Rob Schremp (49.) zum 3:1 - das war schließlich die Vorentscheidung.

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