Eishockey

Eishockey: Gracnars Topform bringt Ruhe ins Team

Eishockey-Meister RB Salzburg und die Tormaschine der Black Wings Linz duellieren sich am Freitag im direkten Kampf um Rang zwei.

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Vier Siege in Serie - bei Eishockey-Meister Red Bull Salzburg ist nach dem Totalaussetzer gegen Innsbruck (1:5) wieder Ruhe eingekehrt. Das ist vor allem einem Mann zu verdanken: Luka Gracnar. Der erst 23-jährige Slowene, der bereits seine siebte Saison in Salzburg spielt, ist aktuell in Höchstform und der Sieggarant für den Meister. Das zeigt auch die Statistik: 595 Mal wurde in der Saison schon der Puck auf sein Tor abgefeuert, nur 43 Mal hatte er das Nachsehen, macht eine Fangquote von 92,8 Prozent. Nur Wiens Ersatzkeeper David Kickert ist bei (deutlich weniger Eiszeit) mit 93,0 Prozent noch erfolgreicher.

Auch beim knappen 3:2-Auswärtssieg in Klagenfurt war er am Dienstag einer der überragenden Akteure auf dem Eis. "Es läuft derzeit sehr gut bei mir, das ist schön zu sehen", sagt der Slowene, der sich aber auch noch am Tag danach über das Schlittschuhtor von Thomas Koch echauffieren konnte. "Die Schiris schauen sich die Szene zehn Minuten im Video an und geben dann das Tor. So etwas ist mir unbegreiflich." Für Koch hat das Match übrigens ein Nachspiel. Wegen eines Kopfstoßes wurde er für zwei Spiele gesperrt.

Seine Einsatzzeiten hat er sich hart erkämpft: Trainer Greg Poss lässt nämlich jeweils den Torhüter spielen, der die letzte Partie gewonnen hat. Nach Niederlagen wird gewechselt. Dank seiner vier Siege in Folge hat Gracnar also seine eigene Serie geschaffen und sollte daher am Dreikönigstag (16 Uhr) im Schlager der Runde gegen die Black Wings im ausverkauften Volksgarten (am Mittwoch waren nur noch einige Stehplätze verfügbar) wieder im Kasten stehen. Ganz sicher ist er sich noch nicht. "Es liegt nicht in meiner Hand, sondern in der des Trainers." Aber spielen möchte er schon.

Wenn er spielt, dann will Gracnar richtig viele Schüsse auf sein Tor haben. "Mit vielen Schüssen bist du gut im Spiel. Am schwierigsten sind die Partien mit nur 15 Schüssen im ganzen Spiel, aber drei oder vier Kontern." Egal wer am Freitag im Salzburger Gehäuse steht, er wird sich nicht über mangelnde Arbeit beklagen können, denn die Linzer haben sich zur Tormaschine der Liga entwickelt: 150 Mal trafen die Black Wings heuer schon, öfter als alle anderen Teams der Liga. Allen voran natürlich Dan Da Silva (Platz 1 der Torschützenliste/27 Tore), Joel Broda (4./22) und Brian Lebler (6./20). Doch Gracnar weiß genau, was ihn in diesem Spiel erwarten wird. "Wir analysieren natürlich die gegnerischen Stürmer, wo sie hinzielen, wie sie sich bewegen."

Also machen wir gleich den Test: Was zeichnet einen Brian Lebler aus? "Er ist der geborene Scharfschütze, er kann schnell abschließen, braucht nicht viel Zeit und hat einen außergewöhnlich platzierten Schuss."

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