Eishockey

Eishockey: Red Bull Salzburg stürmt mit Kantersieg in das CL-Viertelfinale

Nach einem letztlich ungefährdeten 5:1 über Rouen steht Red Bull Salzburg erstmals unter den besten acht Eishockey-Teams Europas.

Die Entscheidung: Raffl (Nummer 5) stochert den Puck unter Pintaric zum 3:1 ins Tor.  SN/GEPA pictures
Die Entscheidung: Raffl (Nummer 5) stochert den Puck unter Pintaric zum 3:1 ins Tor.

Nicht immer halten mit großen Erwartungen versehene Eishockey-Abende was man sich zuvor von ihnen erhofft hat, an diesem Abend war das anders: Red Bull Salzburg stürmte mit einem letztlich ungefährdeten 5:1-Kantersieg über die Rouen Dragons als erstes österreichisches Team in das Viertelfinale der Champions Hockey League. Dort wartet Anfang Dezember (4. und 11.) ein echtes Kaliber: Der amtierende finnische Meister und aktuelle Tabellenführer Kärpät Oulu, der die Zürcher SC Lions aus dem Bewerb geworfen hat. Für die Schweizer Teams wurde dieser Abend zum Desaster, alle vier sind gescheitert.

Das Spiel kannte vom ersten Anspiel weg nur eine Richtung: Auf das Tor der Gäste, die wie erwartet in Keeper Matja Pintaric einen überragenden Rückhalt hatten. Doch gegen einen Hammer von Ryan Duncan in die Kreuzecke (12.) und einen von Brant Harris direkt vor dem Tor abgefälschten Schuss hatte auch Pintaric keine Chance. Das war schon eine kleine Vorentscheidung, denn nun mussten die Gäste ihre Defensivtaktik über Bord werfen und selbst aktiv werden. Da waren sie Salzburg in allen Belangen unterlegen - man muss aber auch sagen, dass Red Bull Salzburg wohl das beste Startdrittel in der bisherigen Saison hingelegt hat.

Entscheidend war aber dann doch eine Szene im Mitteldrittel: Erst gelang den Franzosen der Anschlusstreffer, doch nur 47 Sekunden später stocherte Thomas Raffl die Scheibe zum 3:1 ins gegnerische Tor. "Das war etwas, worüber wir schon den ganzen Herbst gesprochen haben: Dass wir nach einem Gegentor sofort wieder bereit sind und nicht noch ein Gegentor kassieren", meinte Raffl.

Viel fiel den Gästen im letzten Drittel nicht mehr ein, die Salzburger standen tief, machten die Räume eng und unterbanden dadurch die Konter schon im Ansatz. Ein herrlich herausgespieltes Tor durch Raymond nach VandeVelde-Vorarbeit und ein empty-net-Treffer von Duncan besiegelten einen perfekten Eishockey-Abend. Kurios nur, dass die Halle nicht ausverkauft war - aber zumindest hat man Werbung für das Viertelfinale gemacht. Coach Greg Poss hat da Hunger auf mehr: "Unser Weg ist noch nicht zu Ende."

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