Eishockey

Eishockey: Red-Bull-Stallduell heizt schon die Emotionen an

Salzburgs Matthias Trattnig freut sich schon auf das Champions-League-Duell mit dem "kleinen Bruder aus München".

Die Vorfreude auf das interne Stallduell ist bei Red Bull Salzburg nach dem Einzug in das Champions-League-Halbfinale groß. SN/gepa pictures
Die Vorfreude auf das interne Stallduell ist bei Red Bull Salzburg nach dem Einzug in das Champions-League-Halbfinale groß.

Auf dieses Duell haben sich Fans wie auch Spieler seit Jahren gefreut: Red Bull Salzburg und Red Bull München treffen im Semifinale der Champions Hockey League aufeinander und zur naturgegebenen Brisanz der Partie kommt noch ein Detail hinzu: Der Sieger steht im Finale des Bewerbs.

Kein Wunder, dass da gleich nach dem Spiel im finnischen Oulu die ersten lockeren Kommentare gefallen sind. "Ich freue mich jetzt auf das Duell mit dem kleinen Bruder", meinte Matthias Trattnig und bezog sich dabei "nur" auf das Alter der Teams. "Die Münchner sind ja deutlich später gegründet worden als wir." Am 1. Mai 2013 übernahm Red Bull die Anteile eines Investors in München, in Salzburg erfolgte der Einstieg schon im Jahr 2000.

Aber auch bei den Münchnern gingen sofort die Gedanken Richtung Semifinale: "Das wird ein ganz besonderes Halbfinale gegen Salzburg. Wir wollen zeigen, dass wir die besseren Red Bulls sind", sagte Maximilian Kastner.

Für die Trainer ist es jeweils eine Reise in die eigene Vergangenheit: Greg Poss war jahrelang in Deutschland tätig, auch als deutscher Nationaltrainer, Münchens Don Jackson stand sogar selbst im Volksgarten an der Bande: Er führte Red Bull Salzburg als Trainer im Frühjahr 2014 bis in das (verlorene) Finale gegen Bozen, wechselte dann nach München und wurde dort die letzten drei Jahre immer Meister. René Dimter wird sich dagegen an den zwei Spielabenden wohl teilen müssen - er verantwortet quasi beide Teams im Konzern. Erstaunlich ist aber, dass es kaum Spielertransfers zwischen beiden Teams gab, Ryan Duncan ist da eine Ausnahme.

Für beide Teams war der Aufstieg in das Semifinale der Champions Hockey League der größte sportliche Vereinserfolg. Lieferten die Salzburger beim 1:1 in Oulu eine Abwehrschlacht, so bot München in Malmö einen echten Krimi, bei dem erst das 5:5 in Verlängerung die Entscheidung brachte. Fix: Salzburg hat dank der höheren Punktezahl im Bewerb (21:19) Heimvorteil im Rückspiel, das am 16, Jänner im mit Sicherheit ausverkauften Volksgarten steigen soll.

Ohne Salzburger Akteure, die eine Pause bekommen, trifft Österreichs Nationalteam am heutigen Donnerstag in Luzern (20.15) auf die Schweiz, die elf Silbermedaillengewinner der heurigen WM aufgeboten hat.

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