Eishockey

Eishockey: Red Bulls Salzburg verkürzten in Play-off-Serie gegen Capitals auf 1:2

Der EC Red Bull Salzburg kann sich wieder Hoffnungen auf den Einzug in die Finalserie um die Eishockeymeisterschaft machen: die Mozartstädter gewannen bei den Vienna Capitals 4:3, im Semifinal-Play-off steht es damit nur mehr 1:2.

Das war das wichtige Tor, auf das Salzburg in der Semifinalserie gegen die Vienna Capitals so lange gewartet hat: Ausgerechnet Kapitän Matthias Trattnig gelang drei Wochen vor seinem 40. Geburtstag das Tor zum 4:3-Sieg für die Salzburger bei den Vienna Capitals. Das Tor fiel in der Verlängerung - es war schon die siebte Verlängerung zwischen den Capitals und Salzburg im neunten Saisonspiel.

Das Tor passte ziemlich gut zum ganzen Spiel: Nach zwei Klassespielen zuletzt agierten beide Teams diesmal ungewohnt verunsichert und fehlerhaft. Mario Fischer spielte in der sechsten Minute der Verlängerung ungehindert einen Rückhandpass durch das eigene Drittel, den hatte Trattnig von der blauen Linie kommend abgefangen - und seinen Schuss konnte der ansonsten überragende Keeper JP Lamoureux nicht festhalten. Es war zugleich sein erster Fehler in der ganzen Serie, der den 5500 Fans in der Erst-Bank-Arena in Wien-Kagran den Atem stocken ließ.

"Es war unser erster Sieg in der Serie, aber es war unser schlechtestes Spiel bisher", meinte danach Trainer Andreas Brucker selbstkritisch.

Das stimmt, denn bei Salzburg ging schon das erste Powerplay nach hinten los: Layne Viveiros servierte den Puck ideal für Sondre Olden, der ließ sich nicht zwei Mal bitten und traf zum 1:0. Danach war Salzburg abgemeldet, doch Chris VandeVelde gelang der zu dem Zeitpunkt überraschende Ausgleich (16.). Auf die neuerliche Führung der Wiener (30.) antwortete Dominique Heinrich postwendend mit einem Powerplay-Tor, ehe Salzburg wieder ein Geschenk machte (38.): Erst ließ der ansonsten fehlerfreie Steve Michalek den Puck abprallen, dann verlor Thomas Raffl die Scheibe direkt vor dem Tor und Taylor Vause stocherte zum 3:2 ein.

Doch die Wiener konnten ihrerseits diese wichtige Führung nicht in die Drittelpause retten: 24 Sekunden vor Ende des zweiten Drittels brachte Raphael Herburger Salzburg zum dritten Mal an diesem Abend zurück. Nach einer Unachtsamkeit zog er zwischen zwei Verteidigern allein auf das Tor und ließ JP Lamoureux keine Chance. Nach einem torlosen Schlussdrittel war Trainer Andreas Brucker klar: "Das nächste Tor entscheidet die Partie, aber das machen heute wir." Er sollte diesmal Recht behalten.

Nun hat Salzburg am kommenden Freitag im heimischen Volksgarten (19.15) die Chance auf 2:2 zu stellen und damit die Serie von vorne starten. "Das ist unser Ziel, aber vorerst bin ich nur einmal glücklich, dass dieser Schuss hineingegangen ist", meinte Trattnig.

Im zweiten Semifinale steht der KAC vor dem Finaleinzug und kann diesen schon am Freitag auf eigenem Eis fixieren. Die Kärntner gewannen in Graz 3:0 und haben damit in Graz bisher in 156 Play-off-Minuten kein einziges Tor erhalten - KAC-Keeper Lars Haugen zog auch diesmal den 99ers den Nerv.

EBEL-Play-offs, Semifinale

(best of seven)

1 Vienna Capitals - Red Bull Salzburg 4:2
2 Red Bull Salzburg - Vienna Capitals 1:2 OT
3 Vienna Capitals - Red Bull Salzburg 3:4 OT
4 Red Bull Salzburg - Vienna Capitals Freitag, 5.4. (19.15)
5 Vienna Capitals - Red Bull Salzburg Sonntag, 7. 4. (18)
1 Graz 99ers - KAC 0:1 OT
2 KAC - Graz 99ers 3:2 OT
3 Graz 99ers - KAC 0:3
4 KAC - Graz 99ers Fr. 5.4. (19.15)

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