Eishockey

Eishockey: Salzburg blamiert sich daheim gegen Fehervar

Die Red Bulls Salzburg kommen aus ihrem Tief nicht heraus. Jetzt setzte es sogar gegen den Nachzügler aus Ungarn eine Pleite.

Am 13. November 3:4 nach Penaltyschießen gegen Fehervar, am Sonntag 2:3 wieder nach Shoot out. Die Red Bulls Salzburg rutschten, statt aus dem Formtief zu kommen, in eine weitere Blamage, schenkten wieder einmal gegen ein Team, das in der unteren Zwischenrunde landen wird, Punkte her.

Weil die mühevoll herausgeholte 2:1-Führung 1,3 Sekunden vor dem Ende des dritten Drittels verspielt wurde, Sarauer aus einem Getümmel das 2:2 gelang.

Headcoach Greg Poss nachher: "Das Icing zu machen war ein Fehler. Das Face-off zu gewinnen und die Scheibe dennoch nicht aus dem Drittel zu bringen ein weiterer."

Und dann kam es, wie es gegen die Ungarn scheinbar kommen muss: Nicht einmal drei Minuten Überzahl (vier gegen drei) in der Overtime genützt, stattdessen das Shoot out 1:2 verloren - nur Herburger traf, Raffl, Thomas und Welser scheiterten am überragenden Goalie Hetenyi.

Was Poss als Trainer herunterspielte, war allen 2400 Besuchern klar: Der Meister hat keinen Vollstrecker, einen Scorer, wie es in den vergangenen beiden Saisonen Brett Sterling war - 134 Punkte (75 Tore, 59 Assists) in 127 Spielen zu zwei Meistertiteln war seine Bilanz. Davon ist der als Nachfolger geholte Bill Thomas meilenweit entfernt (acht Tore in 32 Spielen). Das Powerplay ist miserabel, auch wenn Poss auf das Tor von Raffl (nach Videostudium) verweist.

Der Coach schloss auf Nachfrage nicht aus, dass man bei den Stürmern einen Tausch vornehmen könnte ("das ist offen"), doch suchte man bisher einen Ersatz für den Langzeit-Rekonvaleszenten (und leider möglichen Sportinvaliden) Matt Roy. Man habe ein, zwei Verteidiger im Auge, es gebe noch keine Verhandlungen, hieß es.

Ein Kandidat könnte der 30-jährige Mike Vernace aus Toronto sein, der von seinem ECHL-Klub Brampton Beast als "Abgang nach Österreich" getwittert wurde. Der Siebt rundendraft der San José Sharks (2004) kann auf 22 NHL-Spiele (Colorado, Tampa Bay) und 476 in der AHL verweisen und war 2013/14 für Mannheim in der DEL aktiv.

Er wurde im Juni 2010 von Atlanta nach San José (und kurz darauf nach Tampa) transferiert - Ersteres übrigens gemeinsam mit Brett Sterling! Von den weiteren Ausfällen sollten Zdenek Kutlak und Lukas Kainz (beide wegen Magen-Darm-Virus out) und Alexander Cijan (Gehirnerschütterung) bald wieder zurückkehren.

Dienstag müssen die Red Bulls nach Villach: Der VSV unterlag im Sonntag-Derby beim KAC 1:3.

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